Dienstag, 16. März 2021

Es geht auch mal "oben ohne", oder?

 Liebe Leserin, lieber Leser,

wie jetzt? Was? Oben ohne? Ja was schreibt Frau Schleines denn da jetzt? Doch, Sie haben richtig gelesen, oben ohne - beim Mann.

Selbstverständlich hat das klassische Accessoire des Mannes - die Krawatte - nicht ausgedient. Sie hat auf jeden Fall weiterhin ihre Berechtigung.  Ich frage mich aber, ob es nicht einmal an der Zeit ist, darüber nachzudenken, ob denn wirklich i m m e r der Schlips den Anzug oder das Jackett komplettiert bzw. vervollständigen muss.

Generell heißt es ja, die Krawatte perfektioniert den Anzug,  

Foto: Matthias Schild auf Pixabay


Natürlich kann und soll sie das, insbesondere in den entsprechenden formalen "Business-Situationen",  oder wenn der Dresscode "Business" es vorgibt.  In wichtigen geschäftlichen Situationen trägt "Mann"
sie , einige  mit oder ohne Blümchen, unifarben, bunt,  mit und ohne Paisley-Muster, mit Punkten, Pünktchen, manchmal leider unbemerkt auch mit Flecken,  gestreift, nicht gestreift, ich könnte viele Muster aufzählen. Und ja, selbstverständlich soll das Muster zum Jackett und der entsprechenden Situation passen. Den Schlips mit großen bunten Punkten bei wichtigen Vertragsverhandlungen sehe ich untergehen,, aber da geht dann möglicherweise auch nicht nur dieser unter, Understatement ist da gefragt, es geht ja ums Eindruckschinden.  

Aber: Kommt "Mann" in gewöhnlichen geschäftlichen Alltagssituation nicht doch auch mal ohne den Schlips aus?

Nicht falsch verstehen. Ich "disse" keine Krawatte. Ich gehe da mit meinen Gedanken eher in die Richtung des Dresscodes "Business casual". Tut es im  geschäftlichen Kontext in legereren Situationen nicht auch mal "nur" ein  schicker Anzug, ein schickes (weißes) Hemd aber eben ohne die Krawatte? Warum denn bitte nicht? Alternativ kann zum Anzug ohne Krawatte ein  Einstecktuch gewählt werden, was übrigens das Outfit sehr attraktiv erscheinen lassen kann.

Es gibt viele Unternehmen, übrigens auch in  konservativeren Branchen, die sich eine Art
"Corporate-Style" verordnet haben oder gerade dabei sind dies zu tun. Da werden sogar kleine Projekte initiiert, um die Kleiderfrage für das gesamte Unternehmen zu diskutieren, zu klären um denn auch dieses Thema in den Verhaltenscodex des Betriebs einzubinden,  unter Beachtung der Corporate Identity.

Und all den Unternehmen, die sich die Kleiderfrage stellen, kann ich nur danke sagen, denn auch in Sachen Kleidung sollten wir uns im positiven Sinne situationsgerecht und zeitgemäß weiterentwickeln. 

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen noch einen erfolgreichen Tag und eine schöne
Restwoche.

Bleiben Sie mir alle inspiriert, mit und ohne Accessoires

Herzlichst

Ihre 

Karin Schleines








Dienstag, 16. Februar 2021

Telefonnummern & Co. in Briefen: Welche Schreibweisen werden empfohlen?

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

wie ist die Schreibweise eines Datums in Briefen? Wie wird die IBAN-Nr. in übersichtlicher Form in Schreiben angebracht? „Darf“ man die Telefonnummer ohne Leerschritte darstellen?

Aufgrund des Interesses habe ich im Folgenden eine kleine Auswahl an Fragen und Antworten aufgeführt und mich in meinen Antworten auch auf die DIN 5008* bezogen.

Vorab möchte ich  jedoch erwähnen,, dass die DIN-Regeln k e i n e Gesetze sind.  Sie sind im Geschäftsverkehr jedoch allseits akzeptiert.

1. Wie werden Telefon- und Handynummer optimal angebracht?

Foto: Pixabay, Free-Photos

Der  Übersichtlichkeit halber sollten diese unterteilt werden:

Beispiel Telefonnummer  0611  11111

Beispiel Handynummer    0170 1111111

2. Wie sollte man ein Datum im Brief anbringen?

Das Datum sollte nach  Jahr-Monat-Tag, insbesondere im internationalen Kontext, gegliedert sein.

Z. B.: 2021-02-16

Nach meinen Recherchen sind in Briefen innerhalb Deutschlands auch folgende Schreibweisen möglich: 16.02.2021 (so schreibe ich das Datum) oder 16. Februar 2021.

3. Kann man die IBAN-Nummer auch ohne Leerschritte darstellen?

Es wird empfohlen, diese zu unterteilen, und zwar so, dass man die einzelnen Bestandteile der IBAN-Nummer von links nach rechts in Gruppen von vier Zeichen darstellt.  

Z. B.: DE11 2222 0000 0011 2222 00

Mich würde interessieren: Weichen Sie in Ihren Schreiben von den DIN-Regeln manchmal ab oder halten Sie sich immer an die Empfehlungen? Wie ist Ihre Meinung hierzu?


Ich wünsche Ihnen noch eine erfolgreiche Arbeitswoche. Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzlichst
Karin Schleines


*DIN = Deutsches Institut für Normung e.V.
www.din.de
  

Donnerstag, 11. Februar 2021

Auch das Drumherum muss stimmen...

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kälte hat uns eingeholt. Es ist klirrend kalt, aber aktuell bei uns in Wiesbaden ist es sonnig. 
Sonnig, das ist das Stichwort für meinen Impuls heute. Hat der Tag ein sonniges freundliches Erscheinungsbild, hebt sich doch bei vielen die Tagesstimmung. Richtig?

Sie merken:  Es geht auch heute wieder um das Thema "Erscheinungsbild", aber allerdings nicht um unsere Kleidung sondern um das Äußere von all den Dingen, Utensilien oder Dokumenten, die wir z. B. in persönlichen Meetings aus unserer Tasche hervorkramen. Wir wirken nicht alleine nur durch unsere Kleidung, sondern auch mit all dem,  was wir übergeben, was wir präsentieren, was wir aus unserer Mappe hervorholen. Meetingteilnehmer - sei es offline oder auch online - , Empfänger von Dokumenten, fallen auch "Kleinigkeiten" auf.

Nach dem Motto "Das Auge isst auch mit" kommen hier einige persönliche Tipps und Impulse:

1. 

Die Präsentation

Zu viel Schnickschnack kann - wie übrigens auch zu viele Accessoires und Farben bei der Kleidung - vom eigentlichen Inhalt ablenken.  
Selbstverständlich sollten beispielsweise Power-Point-Folien ansprechend gestaltet werden, dennoch gilt auch hier: Weniger ist mehr. Darüber hinaus sollten die Folien zur Situation und zu Ihrem Betrieb passen.

Damit der Zuhörer gut mitkommt, achte ich darauf, die Folien nicht zu arg zu beschriften. Wenige Stichpunkte oder z. B. ein zur Thematik  passendes Bild können ausreichend sein.

2.

Schreibutensilien, Mappen und Co.

All das, was wir aus unserer Tasche, Mappe hervorholen wie z. B. Kugelschreiber, Stifte, Füller, Schreibmappe, Blöcke wie auch Visitenkartenetuis und deren Inhalt, sollten ansehnlich und sauber aussehen. Ihr Gegenüber  wird feststellen, welche Qualität all die Utensilien haben und macht sich einen ersten Eindruck von uns (ist er / sie schlampig oder ordentlich?).
Auch hier kommt es gewiss auf die Situation an. Je formeller der Anlass, desto hochwertiger sollte das Erscheinungsbild der Sachen sein. Das heißt nicht, dass ein Lederetui mit einigen kleinen abgenutzten Stellen ausgewechselt werden muss. Nein, Abnutzungserscheinungen zeigen mir auch, dass der Besitzer diese Utensilie gerne im Gebrauch hat und diese wertschätzt.

3. 

Geschäftliche Dokumentationen - auf den Inhalt kommt es an, aber auch auf die Verpackung. 

Eine Doku ohne Eselsohren und Fettflecken, ein zur Doku passender Einband oder auch eine klare und schöne Handschrift sind die Grundlage für einen "Ersten guten Eindruck" beim Empfänger. Sie geben dem Inhalt einen schönen Rahmen.   

Foto: Werner Weisser Pixabay


Auch ein gut strukturierter Plan mit aussagekräftigen Abbildungen und einer übersichtlichen inhaltlich nachvollziehbaren Darstellung von Zahlenwerken (z. B. Liquiditäts- und Finanzpläne) können sich positiv auswirken.
Dies gilt übrigens auch für die Handschrift bei eigens verfassten Texten. Ich setze  voraus, dass  die Handschrift bei  Klausuren leserlich ist. Eine leserliche Handschrift und eine gute Struktur und Formatierung von Inhalten vermitteln den Korrektoren einen ersten  guten Eindruck - von guter Zeiteinteilung bis hin zu einem souveränem Auftritt als Autor.

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen noch einen erfolgreichen Tag.

Bleiben Sie mir gesund und weiterhin inspiriert.

Herzlichst

Ihre

Karin Schleines






Dienstag, 8. Dezember 2020

Hübsch aufgelegt - Make Up & Co. in Online-Meetings

 

Liebe Leserin, Lieber Leser,

ich bin gerade dabei, den morgigen Tag zu planen, insbesondere was das Geschäftliche betrifft. Da gibt es wieder so einige Videomeetings, Telefonate.

Neulich bin ich Gast in einer Videokonferenz gewesen, und da ist mir denn doch aufgefallen, dass mein Make-Up im Videobild nicht gut rübergekommen ist. Ich hatte auch das Gefühl, wenig Konturen im Gesicht zu erkennen.  Ein anderes Mal wurde ganz spontan ein wichtiges Videotreffen arrangiert. Ich habe mir wenigstens noch kurz die Nase pudern können und bin dann in der Konferenz gewesen. Ich möchte mit letzterem nur ausdrücken, dass man - auch wenn man  "nur" im (Home) Office arbeitet, spontane Online-Kundenmeetings haben kann und folglich auch im (Home)-Office-Alltag auf Kleidung, Make-Up und Co. Wert legen sollte.  Der "Gute Ersten Eindruck" macht auch vor Telefon- und Webmeetings keinen Halt.

Ich bekomme nun  immer wieder von Frauen die Frage gestellt, wie man sich am besten kleidungs- und Make-up-mäßig auf Videokonferenzen vorbereiten soll.

Um auch stylistisch in Online-Konferenzen zu punkten, kommen im Folgenden  einige Tipps, und ich danke der Farb- und Stilberaterin Daniela Erath-Mohr aus dem Vorarlberg für ihre Statements und Impulse hier im Beitrag.


Kleidung in Videokonferenzen

Videokonferenzen sind gleichwertige Alternativen zu Präsenzveranstaltungen.
Die Vorbereitungen inhaltlicher Art decken sich mit denen zu Präsenzbesprechungen.
Und auch für Videokonferenzen gilt, sich entsprechend im Businessoutfit zu präsentieren.

Zum Thema Businesskleidung im Online-Meeting sagt 
Daniela Erath-Mohr (www.stilsicher-erath.at):

Daniela Erath-Mohr
Daniela Erath-Mohr

„Es sollte schon bei der üblichen „Businesskleidung“ bleiben, allerdings darf das Material „bequemer“ sein, z. Bsp. Jersey-Blusen, Hemden mit Jersey-Einsätzen. Jogginghosen haben in Online-Meetings nichts zu suchen, dafür aber bspw. Culottes oder Plisseeröcke oder Stoffhosen mit feinem Pullover oder einer schönen Bluse. Farben wie schwarz und weiß sind zu meiden, da hier die Kontur verschwindet. Auch sollte man  Beige- und Nude- Töne vermeiden, weil diese blass machen können. Farben wie Blau, Grün oder Weinrot sind gute Alternativen.“

 


Die Krawatte beim Herrn in der Webkonferenz

Viele Herren sind der Ansicht, dass dieses "Krawatten-Geschwurbel", insbesondere bei Online-Meetings ein Ende haben sollte. Ich kann dazu nur sagen, dass die Krawatte auch heute noch ein schickes Accessoire für den Herrn ist. Sie sollte getragen werden, wenn es die Situation erfordert. Es gibt eine Faustregel: Je formeller die Online-Session ist, desto eher sollten Herren auch zur Krawatte greifen. Ist die Besprechung weniger formell, kann auch der Business Casual-Look (z. B. Anzug oder Kombi mit Hemd aber ohne Krawatte) ausreichen. Ich kenne auch einige männliche Geschäftspartner, die in legererer Runde auf die Krawatte verzichten, allerdings ein Einstecktuch im Jackett tragen. 


Die Brille

Ein Augenmerk gilt auch der Brille: Mir ist es besonders zu erwähnen, dass Brillenträger darauf achten, dass die Brille geputzt ist. Je nach Kameraeinstellung und Technik des Mediums, über das Sie die Sitzung verfolgen oder moderieren, können Brillengläser verschwommen wirken oder sich spiegeln.


Das Make-Up

Zum Make-Up sagt die Expertin Daniela Erath-Mohr:

„Make-up bei Frauen ist ok, Puder nimmt den Glanz, besonders Lippenstifte sind toll, wenn der Farbton passt (kein Pink, Lila oder Orange), da diese den Blick auf den Mund lenken. Achten Sie auch auf die Belichtung. Das Licht sollte von rechts vorne auf Sie strahlen, nicht von der Seite. Vermeiden Sie Spiegelungen im Hintergrund.“

Auch zu grelle und zu glitzernde Lippenstifte sind aus meiner Sicht in Online-Meetings, wie aber auch in Präsenzbesprechungen, weniger empfehlenswert. Der Grund hängt damit zusammen, dass Glitzer & Co. ablenken können. Wir wollen ja alle, dass die TeilnehmerInnen konzentriert den Inhalten zuhören und nicht abgelenkt werden - nach dem Motto "weniger ist mehr".

Selbstverständlich muss sich jeder Teilnehmer eines Online-Meetings in seiner Haut wohlfühlen. Deshalb rate ich, im Vorfeld Beleuchtung und einige Make-Ups auszuprobieren, und in den Techniktest auch die Videofunktion einzubinden, um letztlich zu sehen, ob man sich gefällt und wohlfühlt.

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen allen noch einen erfolgreichen Tag, bleiben Sie inspiriert!

Herzliche Grüße

Karin Schleines


Mittwoch, 18. November 2020

Kaffee oder Tee gefälig?

Liebe Leserin, lieber Leser, 

wir leben in herausfordernden Zeiten. Arbeiten Sie aktuell im Homeoffice? Neben all der Vorteile, die das Arbeiten im Homeoffice mit sich bringt, herrscht teilweise auch die Meinung, dass es doch sehr "still" sei. 

Gab es in "Nicht-Corona-Zeiten" die obligatorische Kaffeepause mit Kolleginnen und Kollegen in der Teeküche, die gemeinsamen Mittagessen mit dem Team in Kantine oder Restaurant, so muss man sich im Homeoffice etwas umgewöhnen, insbesondere im Hinblick auf die Gestaltung von Pausen.

Und damit die Arbeit im Homeoffice leichter fällt, habe ich hier einmal meine eigenen Gedanken im Folgenden notiert. 

 1. Pause mit Kollegen und Geschäftspartnern via Online-Konferenz-Tool 
Tasse: Rosemarie Kloos-Rau


Ja, warum denn nicht? Gestalten Sie doch Ihre "Espresso-Time" im Rahmen der Mittagspause doch einmal gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen, Projektpartnerinnen und Projektpartnern via Web. Vereinbaren Sie nachmittags doch eine Zeit in der Pause und treffen Sie sich bei Espresso, Tee und Co. über ein Online-Meeting-Tool. Das Tolle dabei: Neben  Pausenplaudereien gibt es selbstverständlich auch die Möglichkeit, geschäftlich zu netzwerken, sich auszutauschen. 

2. Gestaltung der Mittagspause 

Und vor dem Kaffeeklatsch? 
Neben Mittagessen gehört für mich noch dazu, mal an die frische Luft zu gehen, natürlich unter Wahrung aller entsprechenden Vorschriften in Sachen Corona. Ich verbringe etwas Zeit im Garten. 

3. Geben Sie Ihrem Homeoffice-Tag Struktur 

Für all diejenigen, die im Homeoffice arbeiten, fallen Zeiten um zur Arbeit und um nach Hause zu kommen weg. Nutzen Sie doch die Zeit am Morgen, den Termin- und Aufgabenkalender für den Tag durchzugehen und abends den neuen Tag zu planen. 

Welche Tipps haben Sie denn noch so parat?  Ich freue mich auf Ihre konstruktiven Kommentare.

Bleiben Sie gesund und bleiben Sie inspiriert! 

Herzliche Grüße vom Schreibtisch aus 

Ihre  Karin Schleines

Mittwoch, 30. September 2020

Technik-Tücken - Tipps für Gastgeber im Online-Meeting


 Liebe Leserin, lieber Leser,


viele Meetings werden aufgrund der Coronavirus-Situation online abgehalten.
Und es gibt so viele Tools  / Plattformen, die hier hilfreich sein können. Wie ergeht es Ihnen denn so dabei?

Ich habe mir seinerzeit die Meeting-Plattform ausgesucht, mit der ich am besten klar komme.  Das heißt natürlich nicht, dass andere wiederum mit meinem präferierten Tool gut damit klarkommen.

Daher ist für mich bedeutsam, Gästen, die ich zum Meeting einlade, im Vorhinein wichtige Informationen zu geben, so dass  sich diese ohne große Probleme  ins Meeting einloggen können.
Insbesondere sind Informationen auch für solche Meetingpartner von Bedeutung, die möglicherweise in der Besprechung etwas vorstellen möchten. Das kann beispielsweise dahingehend geschehen, dass der Teilnehmer Power-Point-Folien auf die Online-Plattform hochlädt.

Hier gebe ich als Gastgeber auf jeden Fall einige Tage vor Beginn des Meetings technischen Input, stehe bei Fragen zur Verfügung und bin auch an besagtem Besprechungstag so früh wie möglich im "Online Raum". Zum einen um Gäste schon früher hineinzulassen und um die Technik mit im Meeting agierenden Teilnehmern zu testen.
Das wird von allen immer gerne dankend angenommen.  Nichts ist schlimmer, als wenn in einer Besprechung die Technik nicht funktioniert.    

Foto: Pixabay / Free Phtos


Und hier kommen zusammengefasste Tipps für Gastgeber von Online-Meetings:

1.
Den Teilnehmern rechtzeitig die Zugangsdaten zukommen lassen

2.
Dafür sorgen, dass ein Teilnehmer auch ohne etwas downzuloaden an
einem Meeting teilnehmen kann (z. B. Bereitstellung eines Links).

3.
Frühzeitig den Teilnehmern die technischen Voraussetzungen erläutern.

4.
Teilnehmern, die im Meeting etwas zeigen sollen, vorab technisch briefen und
Zeit einplanen für Techniktests, denn es geht nicht immer alles reibungslos vonstatten.

5.
Den virtuellen Raum vor der Besprechung frühzeitig öffnen. 

6.
Dank an die Teilnehmer für deren Teilnahme am Ende der Besprechung aussprechen sowie allen ein Protokoll zukommen lassen.

7.
Und sollte mal etwas technisch nicht funktionieren, dann gemeinsam mit allen Teilnehmern flexibel darauf reagieren und das Beste aus der Situation machen.
Es gibt Schlimmeres, und nicht jeder Tag ist 100prozentig perfekt.

Ich freue mich nun auf die nächsten Besprechungen, sowohl online als auch offline (selbstverständlich unter Beachtung aller Hygienevorschriften) und auf mein Online-Kurzseminar am nächsten Montag. Da heißt es dann : "Business Networking  für Business Ladies". 

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen noch eine schöne und erfolgreiche Restwoche und ein geruhsames Wochenende.

Bleiben Sie mir alle inspiriert.

Herzliche Grüße

Ihre

Karin Schleines






Donnerstag, 3. September 2020

Mehr Schein als Sein oder mehr Sein als Schein?

Liebe Leserin, lieber Leser,

neulich kam in einem Etikette-Beratungsgespräch das Thema Statussymbol auf: Gibt es Statussymbole heute noch bzw. haben sich Statussymbole verändert?

Bevor Sie weiterlesen, fragen Sie sich doch einmal selbst, an was Sie denken, wenn Sie den Begriff Statussymbol hören? 

Gemäß  Duden bedeutet der Begriff  Status  u.a. "Stand, Stellung in der Gesellschaft".  

Und entsprechende Symbole sollen aufgrund gewachsener Meinung auf die jeweilige Stellung einer Person hinweisen.
Ist dem so oder ist es dem nicht so? Ist es mehr Schein als Sein oder umgekehrt?

Ich führe im Folgenden einmal meine Gedanken zum Thema aus und würde mich freuen, wenn auch Sie in konstruktiven Kommentaren Ihre Meinung kund tun.
Meiner Meinung nach ist all das, was wir nach außen hin unsrem Gegenüber transportieren bzw. kommunizieren, ein Zeichen, mit dem wir eine Wirkung erzielen.

1. Kleidung und Accessoires

Foto: Sara Graves auf Pixabay

Kleidung sehe ich nicht als Statussymbol, aber selbstverständlich ist die Aussage von Gottfried Keller "Kleider machen Leute" nachvollziehbar. Das Äußere spiegelt einen Teil unserer Persönlichkeit wider. Kleidung ist zwar kein Statussymbol, entfacht aber eine Wirkung beim Gegenüber.

Wenn man  eine positive Wirkung erreichen möchte,  dann empfehle ich auf die entsprechende Kleidung hinsichtlich Sauberkeit / Ordentlichkeit und Qualität zu achten. Ich frage mich immer, welche Anforderungen hat mein Gegenüber an Auftreten und Kleidung in der jeweiligen Situation.
Denken Sie situations- und zeitbezogen. Flipflops gehören in die Freizeit, in den Garten oder an den Strand. Mit Sandalen wird man in einem Meeting, in dem es um wichtige vertragliche Inhalte geht, nicht gerade positiv punkten. Je formeller eine Situation ist, desto formeller sollte auch das Auftreten inklusive Kleidung sein. Auch der Zeitbezug kann bedeutsam sein. Beispiel: Generell gilt die Empfehlung: Je später eine formelle Veranstaltung stattfindet, desto gedeckter wird die Kleidung.

Kommen wir zum Thema Accessoires: Da gibt es Teile, die bereits in die Richtung "Statussymbol" blinzeln: Vom schicken teuren Einstecktuch beim Herrn bis hin zur  berühmten Uhr. Besonders im beruflichen Umfeld empfehle ich, auf die Signalwirkung von Accessoires, Farben und Kleidung zu achten: Je mehr Sie wollen, dass man Ihnen zuhört, desto mehr nehmen Sie sich kleidungs-, farb- und accessoiremäßig zurück. Eine teure Aufmerksamkeit erregende Uhr kann dann schon zu viel des Guten sein, weil diese ablenkt.

2. Auf sich aufmerksam machen

Viele sehen Titel, die Größe eines Büros, die Marke eines Dienstwagens als bedeutsame Symbole der eigenen Position an. 

Ein Vorgesetzter möchte natürlich eine Wirkung bei Angestellten erreichen, das ist klar. Eine positive Wirkung bei Mitarbeitern wird aber nicht  allein durch Kleidung und Accessoires herbeigeführt, sondern auch durch  das eigene Handeln, durch gute Umgangsformen: Respekt, Anstand, Vorbild sein / mit gutem Beispiel vorangehen, das sind Aspekte, die meines Erachtens ein Bild von eine Person erst  rund machen.  Ein großes Büro, ein großer Dienstwagen und schlechte Manieren erzielen logischerweise n i c h t die positive Wirkung.

Um authentisch zu repräsentieren sollten die Symbole kongruent zu der Institution und Position sein, die vertreten werden soll. 

3. Auf "Kleinigkeiten" achten

Auch kleine Dinge können eine große Wirkung erzielen. Ich nehme die Beispielsituation Besprechung. All das, was man aus einer Tasche nimmt und auf den Tisch legt, entfacht eine Wirkung: Vom Visitenkartenetui angefangen bis hin zum Schreibgerät und einer ordentlichen Mappe / einem ordentlichen Block.

4. Aufpassen: Understatement vs. Prahlerei

Es gibt Menschen, die etwas auf der hohen Kante haben und eine tolle berufliche Position inne haben, die aber hinsichtlich ihres Auftretens, eine Einfachheit ausstrahlen.  Diesen Aspekt sollten Verkäufer beachten: Ein Kunde, der "einfach" gekleidet in ein Geschäft kommt, muss nicht  materiell schlecht ausgestattet sein und sollte demnach auch nicht links liegen gelassen werden.

Es gibt aber auch Menschen, die mit augenscheinlicher Symbolik Effekthascherei betreiben. Sie geben vor, jemanden zu sein, der sie überhaupt nicht sind. 

Ich bedenke diese beiden konträren Aspekte immer wieder bei Begegnungen und kann mir erst ein Bild von der Person machen, wenn ich mit ihr mehrmals zu tun gehabt habe. 
Ich bin jedenfalls sehr kritisch, wenn jemand mit teurem Wagen oder Schmuck prahlt.

5. Diese Symbole sind mir besonders bedeutsam

Foto: David Mark auf Pixabay

Werte wie Respekt, Anstand, Toleranz
Freiheit
Sicherheit
Zeit haben
Gute Umgangsformen generell.

Welche Symbole sind Ihnen denn besonders wichtig?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch eine gute Woche.

Bleiben Sie mir inspiriert!

Herzliche Grüße

Ihre

Karin Schleines