Mittwoch, 18. März 2026

Meine drei Smalltalk-Themen-Tipps in der Osterzeit

 Liebe Leserin, lieber Leser,


die Osterzeit bringt jedes Jahr für mich eine besondere Stimmung mit: 
der Beginn des Frühlings, ein bisschen Aufbruch. Und gerade auch
in dieser Zeit gibt es viele schöne Themen für leichten Smalltalk,
sei es im beruflichen Alltag oder privat. Hier sind meine drei
Thementipps für Smalltalk in der Osterzeit.

1. Thema Frühling

Viele nehmen gerne neben Wetter auch die Natur als Ansatz für
das kleine Gespräch. Und Frühlingsthemen (bunte Blumen auf der Wiese,
die ersten Krokusse) sind aus meiner Sicht unverfänglich und
freundlich und ein schönes Entree für ein gutes Gespräch.

Z.B.: "Wie weit ist denn der Frühling bei Ihnen im Ort?"                       

2. Osterrituale und Osterdekorationen

Viele Menschen haben bestimmte Gewohnheiten an den Ostertagen.
Die einen gehen Brunchen, die anderen machen große Osterwanderungen
oder Osterspaziergänge, andere wiederum laden die gesamte
Familie zu einem festlichen Osteressen ein oder fahren in den
Osterurlaub. Viele schmücken das Haus und gönnen sich einen
schönen Osterstrauß mit bemalten Ostereiern.

Diese Themen sind für das kleine Gespräch geeignet, sie sind zwar
persönlicher Natur, aber nicht zu privat. 

3. Kulinarisches

Und gewiss spielt auch Kulinarisches eine Rolle, insbesondere
in der Osterzeit. Für "Süßmäuler" können Themen rund um
Osterschokolade ins kleine Gespräch einfließen, gerne auch
etwas humorvoller, wenn es die Situation erlaubt, wie z. B.

„Gehören Sie zur Fraktion Nougat-Ei oder zur Fraktion Schokoladenhasen?“

Diese Frage, gestellt in der passenden Situation, lockert auf, ohne albern
zu wirken. Allerdings sollten Sie hier die Situation gut abpassen, damit
diese Frage beim Gegenüber gut ankommt. 

Auch Rezepte zu speziellem Ostergebäck, Ostertorten sind smalltalk-tauglich.

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und viel Freude beim Smalltalk

Bleiben Sie inspiriert.
Herzlichst Ihre 
Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson Wiesbaden
 

       



Dienstag, 17. März 2026

Protokoll-Knigge Klarheit für professionelle Zusammenarbeit

 

Protokoll-Knigge – Klarheit für professionelle Zusammenarbeit

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie kennen das bestimmt: Nach einer Sitzung, zum Beispiel im Sportverein, gibt es ein Protokoll, entweder erstellt von einem seinerzeit festgelegten Schriftführer / einer Schriftführerin oder von einem Protokollführer oder einer Protokollführerin, die in der Sitzung festgelegt wird.
Protokolle gelten für viele oft als lästige Pflicht. Dabei sind sie ein unterschätztes Instrument der professionellen Kommunikation, denn es schafft für alle Beteiligten Orientierung.

Im Folgenden lesen Sie nun einige Tipps zum Thema Protokollerstellung.

1. Protokolle – Hilfe für alle Beteiligte

Ein Protokoll ist kein literarischer Text und keine Bühne für persönliche Eindrücke. Es ist im Grunde eine Hilfestellung für alle Beteiligten. Ein Protokoll sollte aus meiner Sicht folgende Fragen beantworten
   
    Wann hat das Treffen stattgefunden und wo?
    Wann hat das Treffen begonnen, wann wurde aufgehört?
    Wer hat teilgenommen, wer nicht?
    Was wurde entschieden?
    Wer macht was bis wann?

In der Regel werden noch einige Fakten und wichtige Informationen im Protokoll bereitgestellt, aber das ist es dann auch. Der Grundsatz heißt bei mir: In der Kürze liegt die Würze.
Sehen Sie das auch so?

2. Knigge-Protokollgrundsatz Klarheit

Ein Protokoll soll neutral und klar verfasst sein. Es sollte keine Stimmungen und keine
Vermutungen zulassen.  
Formulierungen wie „man war sich einig“ ohne eine tatsächliche Einigkeit vorzufinden, sollten gar nicht erst genutzt werden.
In ein Protokoll gehören aus meiner Sicht folgende Aspekte: Fakten, Beschlüsse,
Verantwortlichkeiten, Termine.
Persönliche Meinungen und interne Hinweise einzelner Personen gehören nicht in ein Protokoll. Demzufolge bleiben Wörter wie "vermutlich" oder "offenbar " außen vor.

Knigge bedeutet beim Protokollschreiben: „ Ich schreibe nur das auf, was wirklich gesagt und beschlossen wurde“. Und wenn Teilnehmende etwas sagen, was nicht ins Protokoll soll, dann sollte man das zudem beherzigen.
 

3. Rollen beachten

Wer protokolliert, trägt Verantwortung für die korrekte Wiedergabe.  Alle Teilnehmende der Sitzung tragen Verantwortung für die fachliche Klarheit, jedoch nicht für die Formulierung des Protokolls. Beides zu vermischen führt zu Missverständnissen.

4. Präzises Protokoll - Wertschätzung für alle Beteiligte

Ein präzises Protokoll zeigt Respekt gegenüber der Zeit der anderen, gegenüber den Beschlüssen und letztlich gegenüber den Teilnehmenden. Genaue Protokolle schaffen  Klarheit, unpräzise Protokolle sind die Grundlage für Nachfassen und sind wenig effektiv. Ein gelungenes Protokoll macht das Arbeiten im Team leichter.

5. Das Recht auf Korrektur

Jeder Sitzungsbeteiligte hat das Anrecht auf Korrektur. Wenn Formulierungen unklar oder falsch sind, hilft eine sachliche Rückmeldung mit Korrekturvorschlägen. 
Ach ja, ich habe es auch schon erlebt, dass ein Protokoll in der folgenden Sitzung zu Beginn von allen abgesegnet wurde, und auch das wurde protokolliert.

Layout: Karin Schleines
Layout: Karin Schleines
6.  Weiterer Tipp von mir für ein Protokoll

Sollte es kein vorgefertigtes Layout für ein Protokoll geben, so entwerfen Sie sich doch eines, das entsprechende Strukturen vorgibt. Das erleichtert das Erstellen.
Ich persönlich schreibe auf dem Laptop in einem Treffen bereits mit, und frage bei Unklarheiten sogleich nach. Das Protokoll wird dann nochmal durchgelesen und kann verschickt werden.

 
Fazit

 
So gehts meiner Meinung nach richtig
So geht es richtig: • **Nur Fakten und Beschlüsse** Keine Stimmungen, keine Interpretationen. • **Neutralität wahren** Keine „vermutlich“- oder „gefühlt“-Formulierungen. • **Rollen sauber halten** Protokollführung = Form & Neutralität. Ausschuss = Inhalte & Fachlichkeit. • **Stichpunkte statt Textwüsten** Klare Struktur, kurze Sätze, gute Lesbarkeit. • **Verantwortlichkeiten benennen**
So geht es richtig: • **Nur Fakten und Beschlüsse** Keine Stimmungen, keine Interpretationen. • **Neutralität wahren** Keine „vermutlich“- oder „gefühlt“-Formulierungen. • **Rollen sauber halten** Protokollführung = Form & Neutralität. Ausschuss = Inhalte & Fachlichkeit. • **Stichpunkte statt Textwüsten** Klare Struktur, kurze Sätze, gute Lesbarkeit. • **Verantwortlichkeiten benennen**
1. Nur Fakten und Entscheidungen dokumentieren
2. Neutral bleiben
3. Klare Struktur, kurze Sätze
4. Verantwortlichkeiten benennen

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen allen viele gute effektive Treffen mit vielen guten
Ergebnissen.

Bleiben Sie mir inspiriert
Herzlichst Ihre
Karin Schleines

Foto: Cornelia Renson

  

 

 

 

 





Mittwoch, 11. Februar 2026

Warum Rücksicht gut aakommt - übber de Babbeler am Nachbardisch im Café

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt Momente, da will mer einfach nur emol in Ruh im Café sitze, en schöne Cappuccino schlürfe, sich mit wem treffe oder ganz alaa die Gedanke schweife losse. Und genau dann passiert’s: Der Babbeler setzt sich an den Nachbardisch.

Habbe Se des aach schon emol erlebt?                  

Bild Tasse: Rosemarie Kloos-Rau

Der babbelt und babbelt. Er babbelt ohne Punkt und Komma – und des laut, in einem Café, wo eigentlich jeder froh wär, wenn’s emol e bissche entspannter zuginge.

Was der Babbeler net kappiert

Im Café sitze Leut, die e Pause brauche, sich treffe wolle
odder einfach emool kurz
durschnaufe , grad während einer Shoppingtour.

Un’ genau do fängt’s an: Umgangsforme gehöre net nur ins Büro,
sondern aach in de öffentlische Raum. I,m Café is mer net
allaa – un’ mer is aach net de Mittelpunkt vom Universum, auch
wenn de Babbeler meint, er wär’s.

Typische Babbeler-Momente – wie ich se schon erlebt hab

Telefonate in Stadionlautstärke: 
„HALLOOO? ICH BIN’s, de Sowieso, IM CAFÉ! JA, IM CAFÉ!“  „Jo, des wisse mer. Die ganz Strooß weiß es“.

 Privatsphäre? Kennen mer net: 
„Also die Frau Sowieso., die hot gesaaacht…“

 Der Kommentierer:
„Der Kaffee is heut aber heiß.“ „Hier is aber viel los.“ „Die Tasse wern aach immer klaaner.“   Ja. Und du bist aber laut.

De Disch als Schreibdisch-Ersatz: 
Laptop uff, zwaa Handys parat, drei Zettel verteilt – und e Gesprächsvolumen wie im Callcenter.


Warum des alles net egal is

Es geht net drum, perfekt zu sei. Es geht drum, Rücksicht zu nehme.
E bissche leiser. E bissche wenischer „Isch“ und e bissche mehr „Mir alle“.

Denn des Café is kaa Wohnzimmer und kaa Bühn un’ aach kaa Podcaaststudio.


Wie’s besser geht – ganz entspannt

- Telefonate kurz halte, am beste des Handy stumm schalte.
- Gespräche in normaler Lautstärke führe.
- Net jeden Gedanke laut kommentiere.
- Wenn’s voll is, vielleicht aach emol en Platz aabiete am eischene Disch und e bissche rücke
- Un’ e Läschele schadet nie


Mei Fazit

Mit e bissche Rücksicht, Respekt vorm Annere un’ e Prise Humor bleibt des Café en Ort, wo mer gern sitzt – un’ net fliehe muss vorm Babbeler am  Nebedisch.

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Woche. Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzlichst Ihre

Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson 

Dienstag, 20. Januar 2026

Wirtschaft für Aufgeschlossene - charmant, verständlich und mit einem Lächeln - Was ist Betriebswirtschaft - oder uff hessisch "Betriebswertschaft"?

Liebe Leserin, lieber Leser,

 
ich freue mich, dass Sie hier sind und vielleicht Freude haben, mit mir betriebswirtschaftliche Themen einmal anders zu entdecken: verständlich, alltagsnah und ohne Fachchinesisch. Wirtschaftliche Begriffen betreffen uns alle – im Beruf, im Alltag, in Entscheidungen, die wir täglich treffen. 

Ich nehme Sie mit in die Welt der Wirtschaft- auf charmante, verständliche Art, mit einem Lächeln, weil Wirtschaft nicht kompliziert sein muss.

Vielleicht fragen sich, warum ich wirtschaftliche Themen hin und wieder  in diesen Umgangsformen-Blog integriere. Für mich gehören Wirtschaft, also Zahlen - Daten - Fakten,  und Soft-Skills untrennbar zusammen.
Fachwissen ist von immenser Bedeutung, doch erst durch Haltung, Kommunikation und respektvolles Miteinander kann professionelles Auftreten entstehen.
Wer wirtschaftliche Zusammenhänge verseht und gleichzeitig souverän auftritt, gewinnt Sicherheit und überzeugt in Wirkung und Präsenz.

In diesem Segment werde ich auch einige Beiträge "uff hessisch" verfassen. Das lockert aus meiner Sicht auf. Weil es in Hessen viele Dialekte und feine regionale Unterschiede gibt, möchte ich vorwegnehmen: Ich  beziehe mich hier auf die Mundart, die in meiner regionalen Umgebung gesprochen wird.
Ich wünsche Ihnen nun viel Freude beim Schmökern.

Fangen wir heute ganz einfach einmal mit dem Begriff "Betriebswirtschaft" an, oder wie hier in Mundart gesagt wird "Betriebswertschaft".

Was ist "Betriebswertschaft? 

Betriebswertschaft is eischentlisch nix Wildes. Des is die Kunst, en Laade so zu führe und zu organisiere, dass er läuft.
So en Geschäftsführer odder Inhaber fraacht sich, was brauche eischentlich die Leud? In was muss mer investiere un von was losse mer mal die Händ weg? Welche Entscheidunge müsse getroffe wern, dass mer aach noch in de näschste Jahrn uffm Markst is und wie kriegt mer des hie, dass die Mitarbeiter gern uff die Arbeit komme.
Mei Fazit: Betriebswertschaft ist im Grunde  klaar denke,  orddentlisch plaane un
verantwortlisch hannele

Ich wünsch Ihne noch en scheen Daach,
Bleibe Sie mer inspiriert

Karin Schleines
 

Foto: Cornelia Renson Wiesbaden