Donnerstag, 13. August 2026

Kalabresische Eindrücke: Dolce Vita, feine Umgangsformen und eine unvergessliche Gastfreundschaft Teil 1: Die Einladung und das Reisefieber

 

Kalabresische Eindrücke: Dolce Vita, feine Umgangsformen und eine unvergessliche Gastfreundschaft
1: Die Einladung und das Reisefieber Liebe Leserin, lieber Leser,

wie wunderbar, dachte ich, als vor einem Jahr die Einladung zu einer Hochzeit in Süditalien eintraf. Ich war zutiefst gerührt, dass mich die Tochter einer lieben Freundin zu diesem großen Ereignis eingeladen hatte. Schon damals ahnte ich, dass dies eine Hochzeitsfeier werden würde, an die ich noch sehr lange und voller Freude zurückdenken werde.

Blick auf einen Küstenabschnitt
in Kalabrien
Foto: Karin Schleines

Es war eine Einladung mit einer modernen und besonderen Note. Sie kam mit Musik und als digitales „Save The Date“ für ein langes, sonniges Juli-Wochenende 2026. Ich prüfte sofort meinen Kalender und sagte voller Vorfreude zu. Die offizielle, detaillierte Einladung folgte dann etwas später.

Ich las alle bereitgestellten Informationen ganz genau. Schließlich war dies für mich eine echte Premiere: Zum ersten Mal buchte ich eine derartige Reise komplett auf eigene Faust – von der An- bis zur Abreise. Gott sei Dank gab es hervorragende Unterkunftsempfehlungen direkt vom Hochzeitspaar, denen ich gerne nachkam.

Ich war hocherfreut und ging schon ziemlich früh an die detaillierte Organisation. Flug und Unterkunft mussten abgestimmt werden. Besonders über den Transfer machte mir im Vorfeld Gedanken: Wie würde ich am besten vom Flughafen durch das Land zum Hotel kommen, das immerhin rund 130 Kilometer entfernt lag? Doch im Rahmen der Reservierung reagierte der Service des Hotels – eine ehemalige Residenz / Herrenhaus – großartig: ein pittoreskes Zimmer in diesem Hotel in einem wunderschönen Örtchen oberhalb des Meeres und ganz in der Nähe des Ortes der Festlichkeit wurde mir fest bestätigt. Auch die Planung eines Transfers für Ankunft und Abfahrt wurde mir direkt zugesichert, wie auch die diversen weiteren Transfers, die noch kommen sollten.

Neben der Logistik interessierte mich natürlich vor allem die Historie der Gegend, das kulturelle Flair und nicht zuletzt die berühmte gastronomische Vielfalt Süditaliens. Ich wälzte Abende um Abende voller Vorfreude Prospekte und Berichte und Bücher.

Als die finale digitale Einladung kam, stellte sich heraus, dass das erste „Save The Date“ das reinste Understatement gewesen war! Über ein Online-Portal registrierte ich mich als Gast und wählte mein Festmenü aus. Das Programm war überwältigend: Ein exklusiver Auftakt im Beach-Club, gefolgt von einer eleganten „White Party“ in einer historischen Villa am Vorabend, bei der auch die traditionelle italienische Serenata stattfinden sollte. Am darauffolgenden Tag um 17:00 Uhr sollte dann die große Hochzeit beginnen.

Inmitten eines kalten Wintertags saß ich also am Schreibtisch und plante meine Reise zu dieser internationalen Hochzeit. Und während ich nach dem für mich perfekten Kleid für den Hochsommer Ausschau hielt – was sich im tiefsten Winter als gar nicht so einfach gestaltete –, erfüllte mich der bloße Gedanke an diese Reise bereits mit wohliger sommerlicher Wärme.

Doch wie würde es sich anfühlen, nach monatelanger Vorbereitung plötzlich den Fuß in dieses Hotel, hoch über dem Meer zu setzen? Begleiten Sie mich im nächsten Teil auf meinem Weg nach Kalabrien und erfahren Sie, warum die allererste Begegnung vor Ort all meine Erwartungen an Freundlichkeit und menschliche Wärme weit übertreffen sollte...

Karin Helga Schleines Etikette-Fact: Digitale Einladungen im modernen Alltag Heutzutage wirft das „Save the Date“ oder die offizielle digitale Einladung, insb. per Smartphone via WhatsApp, oft Fragen auf: Ist das überhaupt stilvoll? Also ich habe mich das gefragt. Die moderne Etikette sagt ganz klar: Ja, das kann heute gemacht werden. Gerade bei internationalen Hochzeiten bietet die digitale Form unschätzbare, zeitgemäße Vorteile. Sie ist umweltfreundlich, geht auf dem Postweg nicht verloren und ermöglicht dem Gast eine direkte, unkomplizierte Rückmeldung – beispielsweise zur Auswahl des Menüs oder zur Hotelreservierung. Die Knigge-Regel hierbei: Je exklusiver das Fest, desto hochwertiger sollte denn auch das digitale Design sein. Oft wird die moderne Variante mit Musik oder kleinen Video-Impressionen untermalt. Wichtig ist jedoch, dass für ältere Gäste oder für den engsten Familienkreis parallel immer noch eine klassische, gedruckte Karte als Zeichen besonderer Wertschätzung zur Verfügung steht.

Digitale Einladungen im internationalen Business Auch im beruflichen Umfeld haben sich digitale Einladungen längst etabliert. Bei internationalen Meetings, oder B2B‑Konferenzen gelten sie heute als Ausdruck von Professionalität. Sie ermöglichen eine strukturierte Kommunikation über entsprechende Zeitzonen hinweg, bieten technische Hinweise und könnten direkt in die Kalender der Teilnehmenden integriert werden.

Wichtig ist dabei die Qualität der Gestaltung und die Präzision der Informationen: Agenda, Dresscode, technische Plattform und organisatorische Details sollten klar dargestellt werden. Für hochrangige Gäste oder langjährige Partner empfehle ich, zusätzlich eine kurze persönliche Nachricht als Zeichen besonderer Wertschätzung zu versenden. Moderne Höflichkeit zeigt sich hier nicht in der Form der Einladung, sondern in der Haltung, mit der sie umgesetzt wird. In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag. Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzlichst Karin Schleines