Mittwoch, 18. März 2026

Meine drei Smalltalk-Themen-Tipps in der Osterzeit

 Liebe Leserin, lieber Leser,


die Osterzeit bringt jedes Jahr für mich eine besondere Stimmung mit: 
der Beginn des Frühlings, ein bisschen Aufbruch. Und gerade auch
in dieser Zeit gibt es viele schöne Themen für leichten Smalltalk,
sei es im beruflichen Alltag oder privat. Hier sind meine drei
Thementipps für Smalltalk in der Osterzeit.

1. Thema Frühling

Viele nehmen gerne neben Wetter auch die Natur als Ansatz für
das kleine Gespräch. Und Frühlingsthemen (bunte Blumen auf der Wiese,
die ersten Krokusse) sind aus meiner Sicht unverfänglich und
freundlich und ein schönes Entree für ein gutes Gespräch.

Z.B.: "Wie weit ist denn der Frühling bei Ihnen im Ort?"                       

2. Osterrituale und Osterdekorationen

Viele Menschen haben bestimmte Gewohnheiten an den Ostertagen.
Die einen gehen Brunchen, die anderen machen große Osterwanderungen
oder Osterspaziergänge, andere wiederum laden die gesamte
Familie zu einem festlichen Osteressen ein oder fahren in den
Osterurlaub. Viele schmücken das Haus und gönnen sich einen
schönen Osterstrauß mit bemalten Ostereiern.

Diese Themen sind für das kleine Gespräch geeignet, sie sind zwar
persönlicher Natur, aber nicht zu privat. 

3. Kulinarisches

Und gewiss spielt auch Kulinarisches eine Rolle, insbesondere
in der Osterzeit. Für "Süßmäuler" können Themen rund um
Osterschokolade ins kleine Gespräch einfließen, gerne auch
etwas humorvoller, wenn es die Situation erlaubt, wie z. B.

„Gehören Sie zur Fraktion Nougat-Ei oder zur Fraktion Schokoladenhasen?“

Diese Frage, gestellt in der passenden Situation, lockert auf, ohne albern
zu wirken. Allerdings sollten Sie hier die Situation gut abpassen, damit
diese Frage beim Gegenüber gut ankommt. 

Auch Rezepte zu speziellem Ostergebäck, Ostertorten sind smalltalk-tauglich.

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und viel Freude beim Smalltalk

Bleiben Sie inspiriert.
Herzlichst Ihre 
Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson Wiesbaden
 

       



Dienstag, 17. März 2026

Protokoll-Knigge Klarheit für professionelle Zusammenarbeit

 

Protokoll-Knigge – Klarheit für professionelle Zusammenarbeit

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie kennen das bestimmt: Nach einer Sitzung, zum Beispiel im Sportverein, gibt es ein Protokoll, entweder erstellt von einem seinerzeit festgelegten Schriftführer / einer Schriftführerin oder von einem Protokollführer oder einer Protokollführerin, die in der Sitzung festgelegt wird.
Protokolle gelten für viele oft als lästige Pflicht. Dabei sind sie ein unterschätztes Instrument der professionellen Kommunikation, denn es schafft für alle Beteiligten Orientierung.

Im Folgenden lesen Sie nun einige Tipps zum Thema Protokollerstellung.

1. Protokolle – Hilfe für alle Beteiligte

Ein Protokoll ist kein literarischer Text und keine Bühne für persönliche Eindrücke. Es ist im Grunde eine Hilfestellung für alle Beteiligten. Ein Protokoll sollte aus meiner Sicht folgende Fragen beantworten
   
    Wann hat das Treffen stattgefunden und wo?
    Wann hat das Treffen begonnen, wann wurde aufgehört?
    Wer hat teilgenommen, wer nicht?
    Was wurde entschieden?
    Wer macht was bis wann?

In der Regel werden noch einige Fakten und wichtige Informationen im Protokoll bereitgestellt, aber das ist es dann auch. Der Grundsatz heißt bei mir: In der Kürze liegt die Würze.
Sehen Sie das auch so?

2. Knigge-Protokollgrundsatz Klarheit

Ein Protokoll soll neutral und klar verfasst sein. Es sollte keine Stimmungen und keine
Vermutungen zulassen.  
Formulierungen wie „man war sich einig“ ohne eine tatsächliche Einigkeit vorzufinden, sollten gar nicht erst genutzt werden.
In ein Protokoll gehören aus meiner Sicht folgende Aspekte: Fakten, Beschlüsse,
Verantwortlichkeiten, Termine.
Persönliche Meinungen und interne Hinweise einzelner Personen gehören nicht in ein Protokoll. Demzufolge bleiben Wörter wie "vermutlich" oder "offenbar " außen vor.

Knigge bedeutet beim Protokollschreiben: „ Ich schreibe nur das auf, was wirklich gesagt und beschlossen wurde“. Und wenn Teilnehmende etwas sagen, was nicht ins Protokoll soll, dann sollte man das zudem beherzigen.
 

3. Rollen beachten

Wer protokolliert, trägt Verantwortung für die korrekte Wiedergabe.  Alle Teilnehmende der Sitzung tragen Verantwortung für die fachliche Klarheit, jedoch nicht für die Formulierung des Protokolls. Beides zu vermischen führt zu Missverständnissen.

4. Präzises Protokoll - Wertschätzung für alle Beteiligte

Ein präzises Protokoll zeigt Respekt gegenüber der Zeit der anderen, gegenüber den Beschlüssen und letztlich gegenüber den Teilnehmenden. Genaue Protokolle schaffen  Klarheit, unpräzise Protokolle sind die Grundlage für Nachfassen und sind wenig effektiv. Ein gelungenes Protokoll macht das Arbeiten im Team leichter.

5. Das Recht auf Korrektur

Jeder Sitzungsbeteiligte hat das Anrecht auf Korrektur. Wenn Formulierungen unklar oder falsch sind, hilft eine sachliche Rückmeldung mit Korrekturvorschlägen. 
Ach ja, ich habe es auch schon erlebt, dass ein Protokoll in der folgenden Sitzung zu Beginn von allen abgesegnet wurde, und auch das wurde protokolliert.

Layout: Karin Schleines
Layout: Karin Schleines
6.  Weiterer Tipp von mir für ein Protokoll

Sollte es kein vorgefertigtes Layout für ein Protokoll geben, so entwerfen Sie sich doch eines, das entsprechende Strukturen vorgibt. Das erleichtert das Erstellen.
Ich persönlich schreibe auf dem Laptop in einem Treffen bereits mit, und frage bei Unklarheiten sogleich nach. Das Protokoll wird dann nochmal durchgelesen und kann verschickt werden.

 
Fazit

 
So gehts meiner Meinung nach richtig
So geht es richtig: • **Nur Fakten und Beschlüsse** Keine Stimmungen, keine Interpretationen. • **Neutralität wahren** Keine „vermutlich“- oder „gefühlt“-Formulierungen. • **Rollen sauber halten** Protokollführung = Form & Neutralität. Ausschuss = Inhalte & Fachlichkeit. • **Stichpunkte statt Textwüsten** Klare Struktur, kurze Sätze, gute Lesbarkeit. • **Verantwortlichkeiten benennen**
So geht es richtig: • **Nur Fakten und Beschlüsse** Keine Stimmungen, keine Interpretationen. • **Neutralität wahren** Keine „vermutlich“- oder „gefühlt“-Formulierungen. • **Rollen sauber halten** Protokollführung = Form & Neutralität. Ausschuss = Inhalte & Fachlichkeit. • **Stichpunkte statt Textwüsten** Klare Struktur, kurze Sätze, gute Lesbarkeit. • **Verantwortlichkeiten benennen**
1. Nur Fakten und Entscheidungen dokumentieren
2. Neutral bleiben
3. Klare Struktur, kurze Sätze
4. Verantwortlichkeiten benennen

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen allen viele gute effektive Treffen mit vielen guten
Ergebnissen.

Bleiben Sie mir inspiriert
Herzlichst Ihre
Karin Schleines

Foto: Cornelia Renson

  

 

 

 

 





Mittwoch, 11. Februar 2026

Warum Rücksicht gut aakommt - übber de Babbeler am Nachbardisch im Café

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt Momente, da will mer einfach nur emol in Ruh im Café sitze, en schöne Cappuccino schlürfe, sich mit wem treffe oder ganz alaa die Gedanke schweife losse. Und genau dann passiert’s: Der Babbeler setzt sich an den Nachbardisch.

Habbe Se des aach schon emol erlebt?                  

Bild Tasse: Rosemarie Kloos-Rau

Der babbelt und babbelt. Er babbelt ohne Punkt und Komma – und des laut, in einem Café, wo eigentlich jeder froh wär, wenn’s emol e bissche entspannter zuginge.

Was der Babbeler net kappiert

Im Café sitze Leut, die e Pause brauche, sich treffe wolle
odder einfach emool kurz
durschnaufe , grad während einer Shoppingtour.

Un’ genau do fängt’s an: Umgangsforme gehöre net nur ins Büro,
sondern aach in de öffentlische Raum. I,m Café is mer net
allaa – un’ mer is aach net de Mittelpunkt vom Universum, auch
wenn de Babbeler meint, er wär’s.

Typische Babbeler-Momente – wie ich se schon erlebt hab

Telefonate in Stadionlautstärke: 
„HALLOOO? ICH BIN’s, de Sowieso, IM CAFÉ! JA, IM CAFÉ!“  „Jo, des wisse mer. Die ganz Strooß weiß es“.

 Privatsphäre? Kennen mer net: 
„Also die Frau Sowieso., die hot gesaaacht…“

 Der Kommentierer:
„Der Kaffee is heut aber heiß.“ „Hier is aber viel los.“ „Die Tasse wern aach immer klaaner.“   Ja. Und du bist aber laut.

De Disch als Schreibdisch-Ersatz: 
Laptop uff, zwaa Handys parat, drei Zettel verteilt – und e Gesprächsvolumen wie im Callcenter.


Warum des alles net egal is

Es geht net drum, perfekt zu sei. Es geht drum, Rücksicht zu nehme.
E bissche leiser. E bissche wenischer „Isch“ und e bissche mehr „Mir alle“.

Denn des Café is kaa Wohnzimmer und kaa Bühn un’ aach kaa Podcaaststudio.


Wie’s besser geht – ganz entspannt

- Telefonate kurz halte, am beste des Handy stumm schalte.
- Gespräche in normaler Lautstärke führe.
- Net jeden Gedanke laut kommentiere.
- Wenn’s voll is, vielleicht aach emol en Platz aabiete am eischene Disch und e bissche rücke
- Un’ e Läschele schadet nie


Mei Fazit

Mit e bissche Rücksicht, Respekt vorm Annere un’ e Prise Humor bleibt des Café en Ort, wo mer gern sitzt – un’ net fliehe muss vorm Babbeler am  Nebedisch.

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Woche. Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzlichst Ihre

Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson 

Dienstag, 20. Januar 2026

Wirtschaft für Aufgeschlossene - charmant, verständlich und mit einem Lächeln - Was ist Betriebswirtschaft - oder uff hessisch "Betriebswertschaft"?

Liebe Leserin, lieber Leser,

 
ich freue mich, dass Sie hier sind und vielleicht Freude haben, mit mir betriebswirtschaftliche Themen einmal anders zu entdecken: verständlich, alltagsnah und ohne Fachchinesisch. Wirtschaftliche Begriffen betreffen uns alle – im Beruf, im Alltag, in Entscheidungen, die wir täglich treffen. 

Ich nehme Sie mit in die Welt der Wirtschaft- auf charmante, verständliche Art, mit einem Lächeln, weil Wirtschaft nicht kompliziert sein muss.

Vielleicht fragen sich, warum ich wirtschaftliche Themen hin und wieder  in diesen Umgangsformen-Blog integriere. Für mich gehören Wirtschaft, also Zahlen - Daten - Fakten,  und Soft-Skills untrennbar zusammen.
Fachwissen ist von immenser Bedeutung, doch erst durch Haltung, Kommunikation und respektvolles Miteinander kann professionelles Auftreten entstehen.
Wer wirtschaftliche Zusammenhänge verseht und gleichzeitig souverän auftritt, gewinnt Sicherheit und überzeugt in Wirkung und Präsenz.

In diesem Segment werde ich auch einige Beiträge "uff hessisch" verfassen. Das lockert aus meiner Sicht auf. Weil es in Hessen viele Dialekte und feine regionale Unterschiede gibt, möchte ich vorwegnehmen: Ich  beziehe mich hier auf die Mundart, die in meiner regionalen Umgebung gesprochen wird.
Ich wünsche Ihnen nun viel Freude beim Schmökern.

Fangen wir heute ganz einfach einmal mit dem Begriff "Betriebswirtschaft" an, oder wie hier in Mundart gesagt wird "Betriebswertschaft".

Was ist "Betriebswertschaft? 

Betriebswertschaft is eischentlisch nix Wildes. Des is die Kunst, en Laade so zu führe und zu organisiere, dass er läuft.
So en Geschäftsführer odder Inhaber fraacht sich, was brauche eischentlich die Leud? In was muss mer investiere un von was losse mer mal die Händ weg? Welche Entscheidunge müsse getroffe wern, dass mer aach noch in de näschste Jahrn uffm Markst is und wie kriegt mer des hie, dass die Mitarbeiter gern uff die Arbeit komme.
Mei Fazit: Betriebswertschaft ist im Grunde  klaar denke,  orddentlisch plaane un
verantwortlisch hannele

Ich wünsch Ihne noch en scheen Daach,
Bleibe Sie mer inspiriert

Karin Schleines
 

Foto: Cornelia Renson Wiesbaden

Dienstag, 18. November 2025

Die Zukunft beginnt heute - meine Reflexion zu "Future Skills"

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Begriff „Future Skills“ ist in aller Munde.  Und dieser Begriff ist für mich persönlich mit hohen Erwartungen verbunden. Da wird von Resilience oder z. B. auch von Veränderungskompetenz gesprochen. Aber ist es nicht so, dass viele Themen, die zu „Future Skills“ gehören, nicht längst Teil unseres Alltags sind?

Und all diese Kompetenzen, die nun in Kursen vermehrt angeboten werden – sind die nicht auch schon früher vermittelt worden? Ich bin der Meinung, dass man sich mit vielen dieser Skills auch früher beschäftigt hat.

Da hieß Resilience eher Widerstandskraft, Veränderungskompetenz eher Flexibilität und Achtsamkeit ging mit Stressbewältigung einher oder hatte früher schon so geheißen.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich finde es sehr gut, dass ein Augenmerk auf all diese Kompetenzen, insb. wenn diese auch zukünftig immer wichtiger werden, gelegt wird. Aber ich sage auch, viele dieser als Future Skills sind für mich Gegenwartsskills.

Wir müssen uns dennoch mit all den Fähigkeiten, die für die Zukunft relevant werden, beschäftigen, das ist klar. Daher ist eine wissenschaftlich begleitete Analyse zukünftig relevanter Fähigkeiten bedeutsam und hilfreich.

Die Skills, die für morgen und natürlich heute relevant sind, können beispielsweise in fachliche Skills, methodische Skills, persönliche und soziale Skills unterteilt werden. Und all die Kompetenzanforderungen können sich von Jahr zu Jahr auch verschieben. Im Folgenden gehe ich einmal auf methodische und soziale Kompetenzen ein.

So zeigt das Fraunhofer‑Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in „Future Skills 2025“ auf Grundlage der ausgewerteten Studien von 2023 und 2024, dass bei den methodischen Kompetenzen „Digital Literacy“ sowohl im Jahr 2023 als auch im Jahr 2024 an erster Rangstelle stand. Im Jahr 2023 lag „Agile Methoden“ auf Rang 2, im Jahr 2024 dagegen die Managementskills. Man erkennt hier, dass der Fokus sich von reiner Agilität hin zu Führungskompetenzen verschoben hat.

Bei den sozialen Kompetenzen gab es in den Jahren 2023 und 2024 keine Verschiebungen in der Rangfolge: Kommunikation, Networking und Führung lagen jeweils auf den ersten drei Plätzen. [1]

Ich bin überrascht und zugleich auch bestätigt, dass das Thema Networking auf einer der hohen Rangstufen zu finden ist. Ich  habe schon vor vielen Jahren referiert,  Seminare zu Networking und Smalltalk gegeben, und daher mit diesem wichtigen Thema richtig gelegen. Das zeigt, wie sehr manche Fähigkeiten zeitlos sind und heute erneut ins Zentrum rücken.

Es gibt ferner eine aktuell neu veröffentlichte
Auswertung des Future Skill Radars mit weiteren Studien aus den Jahren 2024 und 2025. Networking & Kundenorientierung findet man auch in den aktuellen Auswertungen bei den sozialen Kompetenzen auf Rangplatz 2[2]

Was mir bei all diesen Fähigkeiten zu „Future Skill“-Themen aber konkret fehlt, ist der Aspekt moderne Umgangsformen – sowohl unter dem Aspekt im direkten Miteinander als auch digital. Denn eben diese Skills waren, sind und werden immer Grundlage jeder Zusammenarbeit sein.

Darüber hinaus sollten wir neben all diesen Skills im Hinblick auf Klimawandel und Klimaschutz entsprechende Fähigkeiten definieren und weitergeben. Denn auch der Umgang mit unserer Umwelt gehört zu den Umgangsformen.

Fazit:
Es ist bedeutsam und wichtig, dass wir uns Gedanken um zukünftige Fähigkeiten machen, dass diese Kompetenzen gelehrt und geübt werden. Einige dieser Skills waren und sind auch heute schon von Bedeutung. Der Aspekt Umgangsformen sollte in die Skills mit aufgenommen werden – Umgangsformen sowohl im persönlichen Miteinander (wie z. B. Respekt, Höflichkeit, verbindliches Auftreten im direkten Kontakt) als auch auf digitaler und hybrider Ebene  (Respekt im digitalen Raum, Verbindlichkeit im hybriden Arbeiten). Beide Facetten sind aus meiner Sicht unverzichtbar, um Zusammenarbeit in einer zunehmend vernetzten und zugleich menschlich geprägten Welt zu gestalten.

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen noch eine schöne Woche.
Bleiben Sie inspiriert

Herzlichst

Ihre Karin Schleines

 

Foto: Cornelia Renson

 

 

 



[1] Vgl. „Future Skills 2025“, Fraunhofer‑Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO (Hrsg.), S. 13–14, Abfrage am 14.11.2025, 10:26 Uhr, online verfügbar unter https://publica-rest.fraunhofer.de/server/api/core/bitstreams/dba5082c-9e02-42a0-9b1a-ba7ce838061b/content

[2] Vgl. Vgl. Global Upskill: Future Skills Radar. Online verfügbar unter: https://www.globalupskill.de/de/themenbereiche/future-skills-radar-.html#cop1
Abfrage am 18.11.2025, 16:09 Uhr.

 

Dienstag, 11. November 2025

Meine 5 Smalltalktips für den November

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute haben wir den 11. November. Meine Güte, wie schnell doch die Zeit vergeht.War es nicht kürzlich Sommer? Ich kann nur sagen, für mich vergeht die Zeit momentanwie im Fluge.

Der November ist ja so ein Monat, den nicht alle mögen, wegen der tristen und dunklen Tage. Und deshalb möchte ich etwas Optimismus in diesen
Beitrag einbringen, denn triste Tage laden zum Innehalten ein, zu Kaffee- und Tee-Mittagen, zu Gesprächen. Und wer Smalltalk als gute Möglichkeit sieht, mit anderen ins Gespräch zu kommen, kann auch im November Stilbewusstsein zeigen, nämlich mit Smalltalkthemen, die verbinden, statt zu ermüden. Also raus aus dem November-Blues, und rein in optimistische kleine Gespräche.

Hier kommen nun meine 5 Vorschläge für interessante „kleine Gespräche“ im November.


1. Sankt Martin

Heute, am 11.November, ist Martinstag. Der Martinstag geht auf den Heiligen Martin von Tours zurück, der seinen Mantel mit einem Bettler geteilt haben soll, so die Überlieferung. Er wurde am 11. November geboren, und somit ist dieser Tag ein Gedenktag und auch der Namenstag von allen, die Martin heißen.
Die Laternenumzüge am Martinstag sind sowohl eine christliche Tradition, als auch eine Brauchtumstradition, Licht in die Dunkelheit zu bringen.
Beim Smalltalk mit etwas Hintergrundwissen zu punkten, ist doch einmal schön,
Man kann aber ferner über die wunderschön gebastelten Laternen sprechen oder möglicherweise über die Tradition in vielen Familien, in dieser Zeit Gänsebraten zu genießen.

 
2. Wetter               


Da über das Thema Wetter jeder reden kann, ist auch das Wetter ein geeignetes Smalltalkthema, auch wenn man vielleicht nicht gerade bei diesem Thema stehen bleiben sollte. Gerade im November ist es nass, kalt, neblig.
Hier könnte doch etwas Farbe ins kleine Gespräch kommen: Vielleicht mit einem Thema rund um farbige wunderschöne Regenschirme, farbige Regenhüte und Mäntel, die dem tristen Wetter trotzen. Und man kann dem Wetter auch etwas Positives abgewinnen, nämlich mit dem Thema Gemütlichkeit zu Hause.

3. Heißes Getränk für graue Novembertage

Und da sind wir schon beim Gemütlichen, einem heißen Getränk. Rezepte
austauschen, das klingt doch auch vielversprechend.
Ich z. B. genieße sehr gerne heißen Ingwertee.


4. Musik

Im alltäglichen Gespräch kann das Thema auch auf Musikhören kommen, insbesondere wenn man sich über Gemütlichkeit zu Hause unterhält.
Der eine mag Jazz, Swinging Music, der andere eher klassische Musik.
Und wenn man zu diesem Thema nichts sagen kann oder möchte, so kann man das Thema auch geschickt wechseln, in dem man ein anderes Thema assoziiert und dieses Thema einbringt. Z. B. mit der Assoziation zu einem schönen Novemberevent, wie in Punkt 5. beschrieben.
 

5. Events im November

Das Thema „Events“ kann doch auch ein  schönes Thema sein, wenn es im Gespräch einen guten Zeitpunkt dazu gibt. Theaterabende, Leseabende in einer Bibliothek, Herbstmärkte. Und diese Themen bieten einen guten Start für einen längeren Smalltalk, in dem durch das Bilden von Assoziationsketten viele Themen zur Sprache kommen können.

Ich wünsche Ihnen nun einen gemütlichen November und viel Freude beim Smalltalken.

Herzlichst

Ihre Karin Schleines

Ab 1. Dezember gibt es meinen Adventskalender hier im Blog, mit jeweils einem Impuls, einem Gedanken pro Kalendertürchen bzw. pro Tag vom 01.12. bis 24.12.2025.

Die nächsten Seminare:
28.11.2025  Business Etikette aktuell   in Wiesbaden
05.12.2025  Business Etikette aktuell   in Wiesbaden
27.01.2026   Cappuccino Meeting via Web: Business Etikette Fresh Up

  

Mittwoch, 3. September 2025

Etikette uff hessich: Teil 1 Beim Empfang: Net fuchtele, net verkrampfe – wohin mit de Händ beim (Sekt)Empfang?

Guude, liebe Leserinnen un Leser, 

en (Sekt)Empfang– des klingt doch ganz nooch interessante Geschpräche unnem Hauch von  - ich saach emol - Glämmer.
Abber fer mansche is des vor allem aans: e modorisch Herausforderung.

Denn sobald des Glaas - mit Sekt, Sektorangsch odder nur mit Orangschesaft, mansche trinke aach Wasser -  in der aaane Hand is, stellt sisch die groß Fraach: Was mach isch mit der annern? Die rechte hält des Glaas, die linke baumelt hilflos in de Luft, odder umgekehrt.
Odder mer versucht, des Glaas irschendwie in de Armbeuge zu balanciere, um die Hand freizukriege – für den Handschlag, odder fers so genannte klaane Geschpräsch,  odder des Häppche, das aanem gerad gereicht werd.

Und dann kommt möschlicherweise noch es Garderobemärksche dezu.
Und des Handy.
Und dann vielleicht aach noch es Namensschild, des sich selbststännisch macht.

Mei Oma hätte gesagt: „Ei, des is wie Jongliern - un  mer derf nix falle losse."

Aber kaa Panik – Edikedde is kaan Zerkkus.
Hier komme emool paar Tipps:

Des Glaas kommt in die linke Hand, damit die rechte für Begrüßunge frei bleibt. Is jo eischentlich logisch, gell.
Die freie Hand darf locker an de Seit hänge – kaa Verstecke, kaa Verkrampfe.
Und wenn mer nix zu tun hat mit de Händ – einfach lächele, odder?
Des werkt immer souverän.
Isch bin ja de Meinung, Haldung zeigt sich net nur in de Körpersprach , sondern aach im Umgang mit all dene Unsischerheide.
Und wer beim (Sekt)Empfang entspannt bleibt, der hot schon gewonne – selbst wenn des Häppche emool uff de Serivett landet.

In diesem Sinne: Prost mit Stil – und die Händ sinn dann do, wo se net störe.


Herzliche Grieeß  bzw. Guude

 Es Karinsche

 
Foto: Corneia Renson