Montag, 8. Juni 2026

So klappt´s mit dem Kofferpacken

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Urlaubszeit rückt näher, und für viele steht bald wieder eine Reise an. Und damit beginnt ein Ritual, das manche lieben und andere eher geduldig ertragen: Kofferpacken.

Die einen packen sehr spartanisch, die anderen versuchen, so viel wie möglich mitzunehmen. Wie ist das bei Ihnen? Mögen Sie das Packen, ob für die private Urlaubsreise oder für eine Geschäftsreise?

Ich gebe zu: Für mich gehört Kofferpacken nicht zu den großen Highlights, aber es gehört nun einmal dazu. Und jedes Mal muss ich an die Worte meines Papas denken, wenn wir früher in den Urlaub gefahren sind: „Karin, wir machen keine Modenschau.“ Meine Mutter schmunzelte dann immer, und ich heute auch.

Was mir beim Packen hilft: Vorab planen, eine kleine Checkliste schreiben und mit Ruhe an das "Projekt Packen" herangehen. Dann wird aus dem "Muss" plötzlich eine Leichtigkeit.

Haltung beim Packen: Reiseruhe & Souveränität

Kofferpacken kann Stress auslösen, muss es aber nicht. Denn Packen bedeutet ja auch: Es geht los: In den Urlaub, zu einem Geschäftstermin, zu neuen Eindrücken. Beim Packen geht es für mich vor allem um Ruhe und gute Vorbereitung.
Die souveräne Wirkung ergibt sich dann ganz von selbst auf der Reise.

Reiseruhe –> durch Vorabplanung und somit das Verhindern von Hektik.

Souveränität –> das gute Gefühl, alles Wichtige dabeizuhaben.


Meine 3 Tipps für entspanntes Kofferpacken                      
Foto: Karin Schleines

1. Koffergröße – abhängig von der Reisedauer

Die Koffergröße richtet sich nach der Länge der Reise: Vom kleinen Trolley für zwei Tage bis zum großen Koffer für längere Aufenthalte.

Für mich gilt beim kleinen Trolley:

  • Nur ein Paar Schuhe + Flipflops. Bequemes Schuhwerk ziehe ich auf die Reise an.

  • Shirts einrollen – spart Platz und verhindert ein Knittern.

  • Kleines Travelkit – Cremes in Reisegrößen.

  • Große Duschgelflaschen bleiben zu Hause – in Unterkünften gibt es meist Duschgel.

  • Blusen gebügelt, gefaltet, zugeknöpft und mit den Knöpfen nach unten einlegen (gilt bei allen Kofferagrößen)

  • Schwere Sachen nach unten, leichte nach oben (gilt im Grunde für alle Koffergrößen).

  • Strümpfe einrollen oder in Schuhe stecken – füllt Lücken und hält Ordnung.

Ein kleiner Koffer hilft dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

2. Handgepäck –für alles, was Sie nicht verlieren dürfen

Viele nutzen das Handgepäck als „Auffangbecken“ für alles, was nicht mehr in den Koffer passt. Ich sehe das anders.

Meine Maßgabe lautet: Alles, was ich nicht verlieren darf, kommt ins Handgepäck.

Dazu gehören:

  • Persönliche Medikamente – immer ins Handgepäck, nie in den Koffer

  • Mobiles Telefon

  • Laptop / Tablet

  • Reisedokumente & Pass

  • Wertgegenstände

Bitte beachten Sie außerdem die (Sicherheits-)Bestimmungen der Transport- und Mobilitätsanbieter und der Behörden: Was darf in den Koffer, was muss ins Handgepäck? 

3. Weniger ist mehr – kombinieren statt überladen

Hier geht es um Stil, Klarheit und Kombinierbarkeit.

  • Kleidungsstücke wählen, die vielseitig kombinierbar sind. Von lässig bis elegant – das ist mit wenigen Teilen möglich.

  • Ein Gürtel oder ein Tuch kann einem Outfit eine völlig neue Wirkung geben.

  • Accessoires bewusst wählen statt „für alle Fälle“ einpacken.

Ich wünsche Ihnen nun für Ihr nächstes Kofferpacken viel Freude, statt Stress, viel Reiseruhe statt Hektik. Und ich wünsche Ihnen das gute Gefühl, gut vorbereitet unterwegs zu sein.

Herzliche Grüße und bleiben Sie inspiriert

Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson 










Dienstag, 12. Mai 2026

Wenn der Mai plötzlich Winter spielt - Die Eisheiligen als Smalltalk-Impuls

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute Morgen habe ich mich gefragt, ob wir nicht doch wieder im Winter gelandet sind. Als ich auf das Thermometer geschaut habe, zeigte es gerade einmal 5 Grad – und ich dachte: An Weihnachten hatten wir es schon wärmer gehabt.

Also habe ich die Winterjacke und den Schal wieder hervorgeholt. Kälte ist schließlich Kälte – ganz gleich, ob im Januar oder mitten im Mai.

Wie ist das Wetter bei Ihnen? In einigen Regionen Deutschlands soll es sogar geschneit haben.

Meteorologisch lässt sich dieses Wetterphänomen gewiss gut erklären. Im Volksmund jedoch gibt es eine einfache, charmante Bauernregel, die genau zu diesen Tagen passt: Wir haben Besuch von den Eisheiligen.

Und da dachte ich mir heute Morgen: Das ist doch ein wunderbares Smalltalk‑Thema für diese Woche.

Wer sind die Eisheiligen?

An den Namenstagen verschiedener katholischer Heiliger – überliefert aus dem Mittelalter – soll es laut Bauernregeln die letzten Fröste im Mai geben, bevor der Frühling die Oberhand gewinnt.

Hier die klassischen Eisheiligen im Überblick:

  • 11. Mai – Mamertus

  • 12. Mai – Pankratius

  • 13. Mai – Servatius

  • 14. Mai – Bonifatius

  • 15. Mai – Sophia – bei uns in Hessen liebevoll die „kalte Sophie“ genannt

Bei uns heißt es immer: „Wenn die kalt Sophie rum ist, wird’s wärmer.“

Hoffen wir also auf mildere Tage – spätestens im Juni. Aber auch im Juni kann es laut Bauernregel noch einmal frisch werden: Diese kurze Kälteperiode nennt man die Schafskälte.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag.

Bleiben Sie mir inspiriert. Herzlichst

Ihre Karin Schleines

PS: Die nächsten Seminare:

02.06.2026 Cappuccino Meeting via Web: Business Etikette Fresh Up - online
16.06.2026 Business Etikette aktuell - Hamburg
30.07.2026 Business Etikette aktuell Wiesbaden
13.10. - 14.10.2026: Wirtschaft verstehen - Wirkung entfalten



Foto: Cornelia Renson


Donnerstag, 23. April 2026

Reihe Wirtschaft für Aufgeschlossene: #2 Uff Hessisch - Umsatzerlöse einfach erklärt

Liebe Leserin, lieber Leser, 

die Reihe "Wirtschaft für Aufgeschlossene" geht weiter mit einem zweiten Teil. Der dreht sich um die einfache Erklärung, was der Begriff Umsatzerlöse meint, und zwar aufgelockert uff hessisch.
Viel Spaß beim Lesen.


Uff hessisch – Umsatzerlöse einfach erklärt

Umsatzerlöse – des klingt erst emol wie e ganz großes Wort. Abber eischentlich is des ganz einfach: Des is des Geld, was en Betrieb bekommt, wenn’s sei Sach oder sei Leistung verkaaft hot.

Wenn mer’s also runnerbricht: Umsatzerlöse sinn des, was reinkommt,

- bevor mer die Koste abzieht,
- un bevor mer die Steuern abzieht.

Des is also des, was mer verdient, weil mer ebbes geleistet hot.

Beispiel: Wenn en Frisör fürs Wasche, Schneide un Föhne Geld bekommt, des is sein Umstzerlös. Es is des Geld, was reinkommt, weil er e Leistung erbracht hot. Egal, obs 25 Euro fürs Schneide sinn oder 60 Euro fürs komplette Verwöhnpaket, alles, was de Kunde zahlt, is erst emol en Umsatzerlös.

Manche meine, was reinkommt, is direkt de Gewinn. Abber nee – Gewinn is des, was zum Schluss übrig bleibt, wenn mer die Koste und die Steuern abzieht. 

Umsatzerlöse sinn also nur de Startpunkt.

Mei Fazit

Umsatzerlöse sinn des, was mer verdient, wenn mer sei Arbeit macht.
Net kompliziert, net uffgeblase – einfach e klares Wort für: Do kommt Geld rein, wenn mer ebbes verkaaft hot. 

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen noch einen erfolgreichen Tag.

Bleiben Sie mir inspiriert.
Herzliche Grüße

Karin Schleines


PS: In Teil #3 gehts dann um die Koste - um fixe und variable Koste. Und dann im Teil #4 versuch isch emol uff hessisch zu erläutere, was mer unnerm "Break-Even-Point" versteht...

Foto: Cornelia Renson




Wertschätzung im digitalen Meeting: Gute Check-Ins und Check-Outs als Zeichen moderner Meetingkultur

Liebe Leserin, lieber Leser,

in meiner letzten Pressemitteilung bin ich nur aufzählenderweise auf einen sauberen Check‑In bei digitalen Meetings eingegangen. In diesem Beitrag gehe ich nun näher auf die Besonderheiten von Check‑Ins und Check‑Outs ein.

Im virtuellen Gespräch bzw. Meeting zeigt sich Wertschätzung bereits in den ersten Sekunden. Ein klarer Check‑In signalisiert, dass der Gast gesehen wird, willkommen ist und dass seine Zeit wertvoll ist. Ein bewusster Einstieg, gerade im digitalen Bereich, ist ein Zeichen moderner Business Etikette.

Warum Check‑Ins in digitalen Meetings besonders wichtig sind

Digitale Meetings können für manche hektisch sein; andere sind durch technische Aspekte abgelenkt. Ein guter Check‑In kann hier abfedern, Fokus schaffen und eine Grundlage für die Zusammenarbeit im digitalen Raum legen.

Ich unterscheide zwischen dem sogenannten Pre‑Check‑In (ca. 15 Minuten vor Beginn) und dem eigentlichen Check‑In, wenn alle anwesend sind.

Mein Tipp als Moderatorin: Senden Sie den Teilnehmenden bereits eine Woche bis drei Tage vor dem Meeting den Zugangslink zu. So können sich die Teilnehmenden frühzeitig mit den technischen Voraussetzungen vertraut machen. Das gibt Sicherheit. Einen Link erst wenige Minuten vor Beginn zu versenden, halte ich daher für wenig zielführend.

Im Pre‑Check‑In, 15 Minuten vor der Session, können die Teilnehmenden bereits hereingelassen werden. Sie kommen an, werden gegrüßt, und technische Fragen lassen sich vorab klären. Pünktlich beginnt dann der eigentliche Check‑In.

Im Folgenden stelle ich Ihnen einige einfache Check‑In‑Varianten für digitale Besprechungen vor:

a) Der technische Check Die Frage nach Lautstärke und Sichtbarkeit wirkt beruhigend und klärend.

b) Worte zum Start Die Teilnehmenden schreiben einen Gruß in den Chat – ergänzt um ihren Standort und z. B. mit Informationen über das aktuelle Wetter. Diese Variante aktiviert und schafft Nähe trotz Distanz.

c) Die Kaffee‑/Tee‑Frage „Wie starten Sie in den Morgen – mit Kaffee oder Tee?“ Dies ist eine  leichte, verbindende Frage, die ebenfalls Aktivität erzeugt.

Wertschätzung endet auch digital nicht abrupt

Neben dem Check‑In sorgt auch ein guter Check‑Out für einen bleibenden Eindruck – nämlich für einen guten letzten Eindruck.

Hier einige Varianten:

a) Positive Feedbackfragen wie z. B.  „Was nehme ich heute Positives mit?“ „Was war für mich heute hilfreich?“ Diese Fragen fördern Aktivität und Reflexion.

b) Wünsche äußern Bitten Sie die Teilnehmenden, ihre Wünsche zum Abschluss in den Chat zu schreiben. Auch das aktiviert und rundet das Meeting wertschätzend ab.

Mein Fazit

Wer digitale Meetings bewusst beginnt und bewusst beschließt, zeigt Respekt und Professionalität. Ein guter Check‑In und Check‑Out kostet nur wenige Minuten, verändert jedoch die Qualität digitaler Zusammenarbeit nachhaltig.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und viele gute Meetings, digital oder in Präsenz. Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzlichst

Ihre Karin Schleines

Foto: Cornelia Renson 


Mittwoch, 18. März 2026

Meine drei Smalltalk-Themen-Tipps in der Osterzeit

 Liebe Leserin, lieber Leser,


die Osterzeit bringt jedes Jahr für mich eine besondere Stimmung mit: 
der Beginn des Frühlings, ein bisschen Aufbruch. Und gerade auch
in dieser Zeit gibt es viele schöne Themen für leichten Smalltalk,
sei es im beruflichen Alltag oder privat. Hier sind meine drei
Thementipps für Smalltalk in der Osterzeit.

1. Thema Frühling

Viele nehmen gerne neben Wetter auch die Natur als Ansatz für
das kleine Gespräch. Und Frühlingsthemen (bunte Blumen auf der Wiese,
die ersten Krokusse) sind aus meiner Sicht unverfänglich und
freundlich und ein schönes Entree für ein gutes Gespräch.

Z.B.: "Wie weit ist denn der Frühling bei Ihnen im Ort?"                       

2. Osterrituale und Osterdekorationen

Viele Menschen haben bestimmte Gewohnheiten an den Ostertagen.
Die einen gehen Brunchen, die anderen machen große Osterwanderungen
oder Osterspaziergänge, andere wiederum laden die gesamte
Familie zu einem festlichen Osteressen ein oder fahren in den
Osterurlaub. Viele schmücken das Haus und gönnen sich einen
schönen Osterstrauß mit bemalten Ostereiern.

Diese Themen sind für das kleine Gespräch geeignet, sie sind zwar
persönlicher Natur, aber nicht zu privat. 

3. Kulinarisches

Und gewiss spielt auch Kulinarisches eine Rolle, insbesondere
in der Osterzeit. Für "Süßmäuler" können Themen rund um
Osterschokolade ins kleine Gespräch einfließen, gerne auch
etwas humorvoller, wenn es die Situation erlaubt, wie z. B.

„Gehören Sie zur Fraktion Nougat-Ei oder zur Fraktion Schokoladenhasen?“

Diese Frage, gestellt in der passenden Situation, lockert auf, ohne albern
zu wirken. Allerdings sollten Sie hier die Situation gut abpassen, damit
diese Frage beim Gegenüber gut ankommt. 

Auch Rezepte zu speziellem Ostergebäck, Ostertorten sind smalltalk-tauglich.

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und viel Freude beim Smalltalk

Bleiben Sie inspiriert.
Herzlichst Ihre 
Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson Wiesbaden
 

       



Dienstag, 17. März 2026

Protokoll-Knigge Klarheit für professionelle Zusammenarbeit

 

Protokoll-Knigge – Klarheit für professionelle Zusammenarbeit

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie kennen das bestimmt: Nach einer Sitzung, zum Beispiel im Sportverein, gibt es ein Protokoll, entweder erstellt von einem seinerzeit festgelegten Schriftführer / einer Schriftführerin oder von einem Protokollführer oder einer Protokollführerin, die in der Sitzung festgelegt wird.
Protokolle gelten für viele oft als lästige Pflicht. Dabei sind sie ein unterschätztes Instrument der professionellen Kommunikation, denn es schafft für alle Beteiligten Orientierung.

Im Folgenden lesen Sie nun einige Tipps zum Thema Protokollerstellung.

1. Protokolle – Hilfe für alle Beteiligte

Ein Protokoll ist kein literarischer Text und keine Bühne für persönliche Eindrücke. Es ist im Grunde eine Hilfestellung für alle Beteiligten. Ein Protokoll sollte aus meiner Sicht folgende Fragen beantworten
   
    Wann hat das Treffen stattgefunden und wo?
    Wann hat das Treffen begonnen, wann wurde aufgehört?
    Wer hat teilgenommen, wer nicht?
    Was wurde entschieden?
    Wer macht was bis wann?

In der Regel werden noch einige Fakten und wichtige Informationen im Protokoll bereitgestellt, aber das ist es dann auch. Der Grundsatz heißt bei mir: In der Kürze liegt die Würze.
Sehen Sie das auch so?

2. Knigge-Protokollgrundsatz Klarheit

Ein Protokoll soll neutral und klar verfasst sein. Es sollte keine Stimmungen und keine
Vermutungen zulassen.  
Formulierungen wie „man war sich einig“ ohne eine tatsächliche Einigkeit vorzufinden, sollten gar nicht erst genutzt werden.
In ein Protokoll gehören aus meiner Sicht folgende Aspekte: Fakten, Beschlüsse,
Verantwortlichkeiten, Termine.
Persönliche Meinungen und interne Hinweise einzelner Personen gehören nicht in ein Protokoll. Demzufolge bleiben Wörter wie "vermutlich" oder "offenbar " außen vor.

Knigge bedeutet beim Protokollschreiben: „ Ich schreibe nur das auf, was wirklich gesagt und beschlossen wurde“. Und wenn Teilnehmende etwas sagen, was nicht ins Protokoll soll, dann sollte man das zudem beherzigen.
 

3. Rollen beachten

Wer protokolliert, trägt Verantwortung für die korrekte Wiedergabe.  Alle Teilnehmende der Sitzung tragen Verantwortung für die fachliche Klarheit, jedoch nicht für die Formulierung des Protokolls. Beides zu vermischen führt zu Missverständnissen.

4. Präzises Protokoll - Wertschätzung für alle Beteiligte

Ein präzises Protokoll zeigt Respekt gegenüber der Zeit der anderen, gegenüber den Beschlüssen und letztlich gegenüber den Teilnehmenden. Genaue Protokolle schaffen  Klarheit, unpräzise Protokolle sind die Grundlage für Nachfassen und sind wenig effektiv. Ein gelungenes Protokoll macht das Arbeiten im Team leichter.

5. Das Recht auf Korrektur

Jeder Sitzungsbeteiligte hat das Anrecht auf Korrektur. Wenn Formulierungen unklar oder falsch sind, hilft eine sachliche Rückmeldung mit Korrekturvorschlägen. 
Ach ja, ich habe es auch schon erlebt, dass ein Protokoll in der folgenden Sitzung zu Beginn von allen abgesegnet wurde, und auch das wurde protokolliert.

Layout: Karin Schleines
Layout: Karin Schleines
6.  Weiterer Tipp von mir für ein Protokoll

Sollte es kein vorgefertigtes Layout für ein Protokoll geben, so entwerfen Sie sich doch eines, das entsprechende Strukturen vorgibt. Das erleichtert das Erstellen.
Ich persönlich schreibe auf dem Laptop in einem Treffen bereits mit, und frage bei Unklarheiten sogleich nach. Das Protokoll wird dann nochmal durchgelesen und kann verschickt werden.

 
Fazit

 
So gehts meiner Meinung nach richtig
So geht es richtig: • **Nur Fakten und Beschlüsse** Keine Stimmungen, keine Interpretationen. • **Neutralität wahren** Keine „vermutlich“- oder „gefühlt“-Formulierungen. • **Rollen sauber halten** Protokollführung = Form & Neutralität. Ausschuss = Inhalte & Fachlichkeit. • **Stichpunkte statt Textwüsten** Klare Struktur, kurze Sätze, gute Lesbarkeit. • **Verantwortlichkeiten benennen**
So geht es richtig: • **Nur Fakten und Beschlüsse** Keine Stimmungen, keine Interpretationen. • **Neutralität wahren** Keine „vermutlich“- oder „gefühlt“-Formulierungen. • **Rollen sauber halten** Protokollführung = Form & Neutralität. Ausschuss = Inhalte & Fachlichkeit. • **Stichpunkte statt Textwüsten** Klare Struktur, kurze Sätze, gute Lesbarkeit. • **Verantwortlichkeiten benennen**
1. Nur Fakten und Entscheidungen dokumentieren
2. Neutral bleiben
3. Klare Struktur, kurze Sätze
4. Verantwortlichkeiten benennen

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen allen viele gute effektive Treffen mit vielen guten
Ergebnissen.

Bleiben Sie mir inspiriert
Herzlichst Ihre
Karin Schleines

Foto: Cornelia Renson

  

 

 

 

 





Mittwoch, 11. Februar 2026

Warum Rücksicht gut aakommt - übber de Babbeler am Nachbardisch im Café

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt Momente, da will mer einfach nur emol in Ruh im Café sitze, en schöne Cappuccino schlürfe, sich mit wem treffe oder ganz alaa die Gedanke schweife losse. Und genau dann passiert’s: Der Babbeler setzt sich an den Nachbardisch.

Habbe Se des aach schon emol erlebt?                  

Bild Tasse: Rosemarie Kloos-Rau

Der babbelt und babbelt. Er babbelt ohne Punkt und Komma – und des laut, in einem Café, wo eigentlich jeder froh wär, wenn’s emol e bissche entspannter zuginge.

Was der Babbeler net kappiert

Im Café sitze Leut, die e Pause brauche, sich treffe wolle
odder einfach emool kurz
durschnaufe , grad während einer Shoppingtour.

Un’ genau do fängt’s an: Umgangsforme gehöre net nur ins Büro,
sondern aach in de öffentlische Raum. I,m Café is mer net
allaa – un’ mer is aach net de Mittelpunkt vom Universum, auch
wenn de Babbeler meint, er wär’s.

Typische Babbeler-Momente – wie ich se schon erlebt hab

Telefonate in Stadionlautstärke: 
„HALLOOO? ICH BIN’s, de Sowieso, IM CAFÉ! JA, IM CAFÉ!“  „Jo, des wisse mer. Die ganz Strooß weiß es“.

 Privatsphäre? Kennen mer net: 
„Also die Frau Sowieso., die hot gesaaacht…“

 Der Kommentierer:
„Der Kaffee is heut aber heiß.“ „Hier is aber viel los.“ „Die Tasse wern aach immer klaaner.“   Ja. Und du bist aber laut.

De Disch als Schreibdisch-Ersatz: 
Laptop uff, zwaa Handys parat, drei Zettel verteilt – und e Gesprächsvolumen wie im Callcenter.


Warum des alles net egal is

Es geht net drum, perfekt zu sei. Es geht drum, Rücksicht zu nehme.
E bissche leiser. E bissche wenischer „Isch“ und e bissche mehr „Mir alle“.

Denn des Café is kaa Wohnzimmer und kaa Bühn un’ aach kaa Podcaaststudio.


Wie’s besser geht – ganz entspannt

- Telefonate kurz halte, am beste des Handy stumm schalte.
- Gespräche in normaler Lautstärke führe.
- Net jeden Gedanke laut kommentiere.
- Wenn’s voll is, vielleicht aach emol en Platz aabiete am eischene Disch und e bissche rücke
- Un’ e Läschele schadet nie


Mei Fazit

Mit e bissche Rücksicht, Respekt vorm Annere un’ e Prise Humor bleibt des Café en Ort, wo mer gern sitzt – un’ net fliehe muss vorm Babbeler am  Nebedisch.

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Woche. Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzlichst Ihre

Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson