Donnerstag, 13. August 2026

Kalabresische Eindrücke: Dolce Vita, feine Umgangsformen und eine unvergessliche Gastfreundschaft Teil 1: Die Einladung und das Reisefieber

 

Kalabresische Eindrücke: Dolce Vita, feine Umgangsformen und eine unvergessliche Gastfreundschaft
1: Die Einladung und das Reisefieber Liebe Leserin, lieber Leser,

wie wunderbar, dachte ich, als vor einem Jahr die Einladung zu einer Hochzeit in Süditalien eintraf. Ich war zutiefst gerührt, dass mich die Tochter einer lieben Freundin zu diesem großen Ereignis eingeladen hatte. Schon damals ahnte ich, dass dies eine Hochzeitsfeier werden würde, an die ich noch sehr lange und voller Freude zurückdenken werde.

Blick auf einen Küstenabschnitt
in Kalabrien
Foto: Karin Schleines

Es war eine Einladung mit einer modernen und besonderen Note. Sie kam mit Musik und als digitales „Save The Date“ für ein langes, sonniges Juli-Wochenende 2026. Ich prüfte sofort meinen Kalender und sagte voller Vorfreude zu. Die offizielle, detaillierte Einladung folgte dann etwas später.

Ich las alle bereitgestellten Informationen ganz genau. Schließlich war dies für mich eine echte Premiere: Ich war hocherfreut und ging schon ziemlich früh an die detaillierte Organisation. Flug und Unterkunft mussten abgestimmt werden. Im Rahmen der Reservierung reagierte der Service des Hotels – ein ehemaliges Herrenhaus – großartig: ein pittoreskes Zimmer in diesem Hotel in einem wunderschönen Örtchen oberhalb des Meeres und ganz in der Nähe des Ortes der Festlichkeit wurde mir fest bestätigt. Auch die Planung eines Transfers für Ankunft und Abfahrt wurde mir direkt zugesichert, wie auch die diversen weiteren Transfers, die noch kommen sollten.

Neben der Logistik interessierte mich natürlich vor allem die Historie der Gegend, das kulturelle Flair und nicht zuletzt die berühmte gastronomische Vielfalt Süditaliens. Ich wälzte Abende um Abende voller Vorfreude Prospekte und Berichte und Bücher.

Als die finale digitale Einladung kam, stellte sich heraus, dass das erste „Save The Date“ das reinste Understatement gewesen war! Über ein Online-Portal registrierte ich mich als Gast und wählte mein Festmenü aus. Das Programm war überwältigend: Ein exklusiver Auftakt im Beach-Club, gefolgt von einer eleganten „White Party“ in einer historischen Villa am Vorabend, bei der auch die traditionelle italienische Serenata stattfinden sollte. Am darauffolgenden Tag um 17:00 Uhr sollte dann die große Hochzeit beginnen.

Inmitten eines kalten Wintertags saß ich also am Schreibtisch und plante meine Reise zu dieser internationalen Hochzeit. Und während ich nach dem für mich perfekten Kleid für den Hochsommer Ausschau hielt – was sich im tiefsten Winter als gar nicht so einfach gestaltete –, erfüllte mich der bloße Gedanke an diese Reise bereits mit wohliger sommerlicher Wärme.

Doch wie würde es sich anfühlen, nach monatelanger Vorbereitung plötzlich den Fuß in dieses Hotel, hoch über dem Meer zu setzen? Begleiten Sie mich im nächsten Teil auf meinem Weg nach Kalabrien und erfahren Sie, warum die allererste Begegnung vor Ort all meine Erwartungen an Freundlichkeit und menschliche Wärme weit übertreffen sollte...

Karin Helga Schleines Etikette-Fact: Digitale Einladungen im modernen Alltag Heutzutage wirft das „Save the Date“ oder die offizielle digitale Einladung, insb. per Smartphone via WhatsApp, oft Fragen auf: Ist das überhaupt stilvoll? Also ich habe mich das gefragt. Die moderne Etikette sagt ganz klar: Ja, das kann heute gemacht werden. Gerade bei internationalen Hochzeiten bietet die digitale Form unschätzbare, zeitgemäße Vorteile. Sie ist umweltfreundlich, geht auf dem Postweg nicht verloren und ermöglicht dem Gast eine direkte, unkomplizierte Rückmeldung – beispielsweise zur Auswahl des Menüs oder zur Hotelreservierung. Die Knigge-Regel hierbei: Je exklusiver das Fest, desto hochwertiger sollte denn auch das digitale Design sein. Oft wird die moderne Variante mit Musik oder kleinen Video-Impressionen untermalt. Wichtig ist jedoch, dass für ältere Gäste oder für den engsten Familienkreis parallel immer noch eine klassische, gedruckte Karte als Zeichen besonderer Wertschätzung zur Verfügung steht.

Digitale Einladungen im internationalen Business Auch im beruflichen Umfeld haben sich digitale Einladungen längst etabliert. Bei internationalen Meetings, oder B2B‑Konferenzen gelten sie heute als Ausdruck von Professionalität. Sie ermöglichen eine strukturierte Kommunikation über entsprechende Zeitzonen hinweg, bieten technische Hinweise und könnten direkt in die Kalender der Teilnehmenden integriert werden.

Wichtig ist dabei die Qualität der Gestaltung und die Präzision der Informationen: Agenda, Dresscode, technische Plattform und organisatorische Details sollten klar dargestellt werden. Für hochrangige Gäste oder langjährige Partner empfehle ich, zusätzlich eine kurze persönliche Nachricht als Zeichen besonderer Wertschätzung zu versenden. Moderne Höflichkeit zeigt sich hier nicht in der Form der Einladung, sondern in der Haltung, mit der sie umgesetzt wird. In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag. Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzlichst Karin Schleines

Montag, 8. Juni 2026

So klappt´s mit dem Kofferpacken

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Urlaubszeit rückt näher, und für viele steht bald wieder eine Reise an. Und damit beginnt ein Ritual, das manche lieben und andere eher geduldig ertragen: Kofferpacken.

Die einen packen sehr spartanisch, die anderen versuchen, so viel wie möglich mitzunehmen. Wie ist das bei Ihnen? Mögen Sie das Packen, ob für die private Urlaubsreise oder für eine Geschäftsreise?

Ich gebe zu: Für mich gehört Kofferpacken nicht zu den großen Highlights, aber es gehört nun einmal dazu. Und jedes Mal muss ich an die Worte meines Papas denken, wenn wir früher in den Urlaub gefahren sind: „Karin, wir machen keine Modenschau.“ Meine Mutter schmunzelte dann immer, und ich heute auch.

Was mir beim Packen hilft: Vorab planen, eine kleine Checkliste schreiben und mit Ruhe an das "Projekt Packen" herangehen. Dann wird aus dem "Muss" plötzlich eine Leichtigkeit.

Haltung beim Packen: Reiseruhe & Souveränität

Kofferpacken kann Stress auslösen, muss es aber nicht. Denn Packen bedeutet ja auch: Es geht los: In den Urlaub, zu einem Geschäftstermin, zu neuen Eindrücken. Beim Packen geht es für mich vor allem um Ruhe und gute Vorbereitung.
Die souveräne Wirkung ergibt sich dann ganz von selbst auf der Reise.

Reiseruhe –> durch Vorabplanung und somit das Verhindern von Hektik.

Souveränität –> das gute Gefühl, alles Wichtige dabeizuhaben.


Meine 3 Tipps für entspanntes Kofferpacken                      
Foto: Karin Schleines

1. Koffergröße – abhängig von der Reisedauer

Die Koffergröße richtet sich nach der Länge der Reise: Vom kleinen Trolley für zwei Tage bis zum großen Koffer für längere Aufenthalte.

Für mich gilt beim kleinen Trolley:

  • Nur ein Paar Schuhe + Flipflops. Bequemes Schuhwerk ziehe ich auf die Reise an.

  • Shirts einrollen – spart Platz und verhindert ein Knittern.

  • Kleines Travelkit – Cremes in Reisegrößen.

  • Große Duschgelflaschen bleiben zu Hause – in Unterkünften gibt es meist Duschgel.

  • Blusen gebügelt, gefaltet, zugeknöpft und mit den Knöpfen nach unten einlegen (gilt bei allen Kofferagrößen)

  • Schwere Sachen nach unten, leichte nach oben (gilt im Grunde für alle Koffergrößen).

  • Strümpfe einrollen oder in Schuhe stecken – füllt Lücken und hält Ordnung.

Ein kleiner Koffer hilft dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

2. Handgepäck –für alles, was Sie nicht verlieren dürfen

Viele nutzen das Handgepäck als „Auffangbecken“ für alles, was nicht mehr in den Koffer passt. Ich sehe das anders.

Meine Maßgabe lautet: Alles, was ich nicht verlieren darf, kommt ins Handgepäck.

Dazu gehören:

  • Persönliche Medikamente – immer ins Handgepäck, nie in den Koffer

  • Mobiles Telefon

  • Laptop / Tablet

  • Reisedokumente & Pass

  • Wertgegenstände

Bitte beachten Sie außerdem die (Sicherheits-)Bestimmungen der Transport- und Mobilitätsanbieter und der Behörden: Was darf in den Koffer, was muss ins Handgepäck? 

3. Weniger ist mehr – kombinieren statt überladen

Hier geht es um Stil, Klarheit und Kombinierbarkeit.

  • Kleidungsstücke wählen, die vielseitig kombinierbar sind. Von lässig bis elegant – das ist mit wenigen Teilen möglich.

  • Ein Gürtel oder ein Tuch kann einem Outfit eine völlig neue Wirkung geben.

  • Accessoires bewusst wählen statt „für alle Fälle“ einpacken.

Ich wünsche Ihnen nun für Ihr nächstes Kofferpacken viel Freude, statt Stress, viel Reiseruhe statt Hektik. Und ich wünsche Ihnen das gute Gefühl, gut vorbereitet unterwegs zu sein.

Herzliche Grüße und bleiben Sie inspiriert

Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson 










Dienstag, 12. Mai 2026

Wenn der Mai plötzlich Winter spielt - Die Eisheiligen als Smalltalk-Impuls

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute Morgen habe ich mich gefragt, ob wir nicht doch wieder im Winter gelandet sind. Als ich auf das Thermometer geschaut habe, zeigte es gerade einmal 5 Grad – und ich dachte: An Weihnachten hatten wir es schon wärmer gehabt.

Also habe ich die Winterjacke und den Schal wieder hervorgeholt. Kälte ist schließlich Kälte – ganz gleich, ob im Januar oder mitten im Mai.

Wie ist das Wetter bei Ihnen? In einigen Regionen Deutschlands soll es sogar geschneit haben.

Meteorologisch lässt sich dieses Wetterphänomen gewiss gut erklären. Im Volksmund jedoch gibt es eine einfache, charmante Bauernregel, die genau zu diesen Tagen passt: Wir haben Besuch von den Eisheiligen.

Und da dachte ich mir heute Morgen: Das ist doch ein wunderbares Smalltalk‑Thema für diese Woche.

Wer sind die Eisheiligen?

An den Namenstagen verschiedener katholischer Heiliger – überliefert aus dem Mittelalter – soll es laut Bauernregeln die letzten Fröste im Mai geben, bevor der Frühling die Oberhand gewinnt.

Hier die klassischen Eisheiligen im Überblick:

  • 11. Mai – Mamertus

  • 12. Mai – Pankratius

  • 13. Mai – Servatius

  • 14. Mai – Bonifatius

  • 15. Mai – Sophia – bei uns in Hessen liebevoll die „kalte Sophie“ genannt

Bei uns heißt es immer: „Wenn die kalt Sophie rum ist, wird’s wärmer.“

Hoffen wir also auf mildere Tage – spätestens im Juni. Aber auch im Juni kann es laut Bauernregel noch einmal frisch werden: Diese kurze Kälteperiode nennt man die Schafskälte.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag.

Bleiben Sie mir inspiriert. Herzlichst

Ihre Karin Schleines

PS: Die nächsten Seminare:

02.06.2026 Cappuccino Meeting via Web: Business Etikette Fresh Up - online
16.06.2026 Business Etikette aktuell - Hamburg
30.07.2026 Business Etikette aktuell Wiesbaden
13.10. - 14.10.2026: Wirtschaft verstehen - Wirkung entfalten



Foto: Cornelia Renson


Donnerstag, 23. April 2026

Reihe Wirtschaft für Aufgeschlossene: #2 Uff Hessisch - Umsatzerlöse einfach erklärt

Liebe Leserin, lieber Leser, 

die Reihe "Wirtschaft für Aufgeschlossene" geht weiter mit einem zweiten Teil. Der dreht sich um die einfache Erklärung, was der Begriff Umsatzerlöse meint, und zwar aufgelockert uff hessisch.
Viel Spaß beim Lesen.


Uff hessisch – Umsatzerlöse einfach erklärt

Umsatzerlöse – des klingt erst emol wie e ganz großes Wort. Abber eischentlich is des ganz einfach: Des is des Geld, was en Betrieb bekommt, wenn’s sei Sach oder sei Leistung verkaaft hot.

Wenn mer’s also runnerbricht: Umsatzerlöse sinn des, was reinkommt,

- bevor mer die Koste abzieht,
- un bevor mer die Steuern abzieht.

Des is also des, was mer verdient, weil mer ebbes geleistet hot.

Beispiel: Wenn en Frisör fürs Wasche, Schneide un Föhne Geld bekommt, des is sein Umstzerlös. Es is des Geld, was reinkommt, weil er e Leistung erbracht hot. Egal, obs 25 Euro fürs Schneide sinn oder 60 Euro fürs komplette Verwöhnpaket, alles, was de Kunde zahlt, is erst emol en Umsatzerlös.

Manche meine, was reinkommt, is direkt de Gewinn. Abber nee – Gewinn is des, was zum Schluss übrig bleibt, wenn mer die Koste und die Steuern abzieht. 

Umsatzerlöse sinn also nur de Startpunkt.

Mei Fazit

Umsatzerlöse sinn des, was mer verdient, wenn mer sei Arbeit macht.
Net kompliziert, net uffgeblase – einfach e klares Wort für: Do kommt Geld rein, wenn mer ebbes verkaaft hot. 

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen noch einen erfolgreichen Tag.

Bleiben Sie mir inspiriert.
Herzliche Grüße

Karin Schleines


PS: In Teil #3 gehts dann um die Koste - um fixe und variable Koste. Und dann im Teil #4 versuch isch emol uff hessisch zu erläutere, was mer unnerm "Break-Even-Point" versteht...

Foto: Cornelia Renson




Wertschätzung im digitalen Meeting: Gute Check-Ins und Check-Outs als Zeichen moderner Meetingkultur

Liebe Leserin, lieber Leser,

in meiner letzten Pressemitteilung bin ich nur aufzählenderweise auf einen sauberen Check‑In bei digitalen Meetings eingegangen. In diesem Beitrag gehe ich nun näher auf die Besonderheiten von Check‑Ins und Check‑Outs ein.

Im virtuellen Gespräch bzw. Meeting zeigt sich Wertschätzung bereits in den ersten Sekunden. Ein klarer Check‑In signalisiert, dass der Gast gesehen wird, willkommen ist und dass seine Zeit wertvoll ist. Ein bewusster Einstieg, gerade im digitalen Bereich, ist ein Zeichen moderner Business Etikette.

Warum Check‑Ins in digitalen Meetings besonders wichtig sind

Digitale Meetings können für manche hektisch sein; andere sind durch technische Aspekte abgelenkt. Ein guter Check‑In kann hier abfedern, Fokus schaffen und eine Grundlage für die Zusammenarbeit im digitalen Raum legen.

Ich unterscheide zwischen dem sogenannten Pre‑Check‑In (ca. 15 Minuten vor Beginn) und dem eigentlichen Check‑In, wenn alle anwesend sind.

Mein Tipp als Moderatorin: Senden Sie den Teilnehmenden bereits eine Woche bis drei Tage vor dem Meeting den Zugangslink zu. So können sich die Teilnehmenden frühzeitig mit den technischen Voraussetzungen vertraut machen. Das gibt Sicherheit. Einen Link erst wenige Minuten vor Beginn zu versenden, halte ich daher für wenig zielführend.

Im Pre‑Check‑In, 15 Minuten vor der Session, können die Teilnehmenden bereits hereingelassen werden. Sie kommen an, werden gegrüßt, und technische Fragen lassen sich vorab klären. Pünktlich beginnt dann der eigentliche Check‑In.

Im Folgenden stelle ich Ihnen einige einfache Check‑In‑Varianten für digitale Besprechungen vor:

a) Der technische Check Die Frage nach Lautstärke und Sichtbarkeit wirkt beruhigend und klärend.

b) Worte zum Start Die Teilnehmenden schreiben einen Gruß in den Chat – ergänzt um ihren Standort und z. B. mit Informationen über das aktuelle Wetter. Diese Variante aktiviert und schafft Nähe trotz Distanz.

c) Die Kaffee‑/Tee‑Frage „Wie starten Sie in den Morgen – mit Kaffee oder Tee?“ Dies ist eine  leichte, verbindende Frage, die ebenfalls Aktivität erzeugt.

Wertschätzung endet auch digital nicht abrupt

Neben dem Check‑In sorgt auch ein guter Check‑Out für einen bleibenden Eindruck – nämlich für einen guten letzten Eindruck.

Hier einige Varianten:

a) Positive Feedbackfragen wie z. B.  „Was nehme ich heute Positives mit?“ „Was war für mich heute hilfreich?“ Diese Fragen fördern Aktivität und Reflexion.

b) Wünsche äußern Bitten Sie die Teilnehmenden, ihre Wünsche zum Abschluss in den Chat zu schreiben. Auch das aktiviert und rundet das Meeting wertschätzend ab.

Mein Fazit

Wer digitale Meetings bewusst beginnt und bewusst beschließt, zeigt Respekt und Professionalität. Ein guter Check‑In und Check‑Out kostet nur wenige Minuten, verändert jedoch die Qualität digitaler Zusammenarbeit nachhaltig.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und viele gute Meetings, digital oder in Präsenz. Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzlichst

Ihre Karin Schleines

Foto: Cornelia Renson 


Mittwoch, 18. März 2026

Meine drei Smalltalk-Themen-Tipps in der Osterzeit

 Liebe Leserin, lieber Leser,


die Osterzeit bringt jedes Jahr für mich eine besondere Stimmung mit: 
der Beginn des Frühlings, ein bisschen Aufbruch. Und gerade auch
in dieser Zeit gibt es viele schöne Themen für leichten Smalltalk,
sei es im beruflichen Alltag oder privat. Hier sind meine drei
Thementipps für Smalltalk in der Osterzeit.

1. Thema Frühling

Viele nehmen gerne neben Wetter auch die Natur als Ansatz für
das kleine Gespräch. Und Frühlingsthemen (bunte Blumen auf der Wiese,
die ersten Krokusse) sind aus meiner Sicht unverfänglich und
freundlich und ein schönes Entree für ein gutes Gespräch.

Z.B.: "Wie weit ist denn der Frühling bei Ihnen im Ort?"                       

2. Osterrituale und Osterdekorationen

Viele Menschen haben bestimmte Gewohnheiten an den Ostertagen.
Die einen gehen Brunchen, die anderen machen große Osterwanderungen
oder Osterspaziergänge, andere wiederum laden die gesamte
Familie zu einem festlichen Osteressen ein oder fahren in den
Osterurlaub. Viele schmücken das Haus und gönnen sich einen
schönen Osterstrauß mit bemalten Ostereiern.

Diese Themen sind für das kleine Gespräch geeignet, sie sind zwar
persönlicher Natur, aber nicht zu privat. 

3. Kulinarisches

Und gewiss spielt auch Kulinarisches eine Rolle, insbesondere
in der Osterzeit. Für "Süßmäuler" können Themen rund um
Osterschokolade ins kleine Gespräch einfließen, gerne auch
etwas humorvoller, wenn es die Situation erlaubt, wie z. B.

„Gehören Sie zur Fraktion Nougat-Ei oder zur Fraktion Schokoladenhasen?“

Diese Frage, gestellt in der passenden Situation, lockert auf, ohne albern
zu wirken. Allerdings sollten Sie hier die Situation gut abpassen, damit
diese Frage beim Gegenüber gut ankommt. 

Auch Rezepte zu speziellem Ostergebäck, Ostertorten sind smalltalk-tauglich.

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und viel Freude beim Smalltalk

Bleiben Sie inspiriert.
Herzlichst Ihre 
Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson Wiesbaden
 

       



Dienstag, 17. März 2026

Protokoll-Knigge Klarheit für professionelle Zusammenarbeit

 

Protokoll-Knigge – Klarheit für professionelle Zusammenarbeit

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie kennen das bestimmt: Nach einer Sitzung, zum Beispiel im Sportverein, gibt es ein Protokoll, entweder erstellt von einem seinerzeit festgelegten Schriftführer / einer Schriftführerin oder von einem Protokollführer oder einer Protokollführerin, die in der Sitzung festgelegt wird.
Protokolle gelten für viele oft als lästige Pflicht. Dabei sind sie ein unterschätztes Instrument der professionellen Kommunikation, denn es schafft für alle Beteiligten Orientierung.

Im Folgenden lesen Sie nun einige Tipps zum Thema Protokollerstellung.

1. Protokolle – Hilfe für alle Beteiligte

Ein Protokoll ist kein literarischer Text und keine Bühne für persönliche Eindrücke. Es ist im Grunde eine Hilfestellung für alle Beteiligten. Ein Protokoll sollte aus meiner Sicht folgende Fragen beantworten
   
    Wann hat das Treffen stattgefunden und wo?
    Wann hat das Treffen begonnen, wann wurde aufgehört?
    Wer hat teilgenommen, wer nicht?
    Was wurde entschieden?
    Wer macht was bis wann?

In der Regel werden noch einige Fakten und wichtige Informationen im Protokoll bereitgestellt, aber das ist es dann auch. Der Grundsatz heißt bei mir: In der Kürze liegt die Würze.
Sehen Sie das auch so?

2. Knigge-Protokollgrundsatz Klarheit

Ein Protokoll soll neutral und klar verfasst sein. Es sollte keine Stimmungen und keine
Vermutungen zulassen.  
Formulierungen wie „man war sich einig“ ohne eine tatsächliche Einigkeit vorzufinden, sollten gar nicht erst genutzt werden.
In ein Protokoll gehören aus meiner Sicht folgende Aspekte: Fakten, Beschlüsse,
Verantwortlichkeiten, Termine.
Persönliche Meinungen und interne Hinweise einzelner Personen gehören nicht in ein Protokoll. Demzufolge bleiben Wörter wie "vermutlich" oder "offenbar " außen vor.

Knigge bedeutet beim Protokollschreiben: „ Ich schreibe nur das auf, was wirklich gesagt und beschlossen wurde“. Und wenn Teilnehmende etwas sagen, was nicht ins Protokoll soll, dann sollte man das zudem beherzigen.
 

3. Rollen beachten

Wer protokolliert, trägt Verantwortung für die korrekte Wiedergabe.  Alle Teilnehmende der Sitzung tragen Verantwortung für die fachliche Klarheit, jedoch nicht für die Formulierung des Protokolls. Beides zu vermischen führt zu Missverständnissen.

4. Präzises Protokoll - Wertschätzung für alle Beteiligte

Ein präzises Protokoll zeigt Respekt gegenüber der Zeit der anderen, gegenüber den Beschlüssen und letztlich gegenüber den Teilnehmenden. Genaue Protokolle schaffen  Klarheit, unpräzise Protokolle sind die Grundlage für Nachfassen und sind wenig effektiv. Ein gelungenes Protokoll macht das Arbeiten im Team leichter.

5. Das Recht auf Korrektur

Jeder Sitzungsbeteiligte hat das Anrecht auf Korrektur. Wenn Formulierungen unklar oder falsch sind, hilft eine sachliche Rückmeldung mit Korrekturvorschlägen. 
Ach ja, ich habe es auch schon erlebt, dass ein Protokoll in der folgenden Sitzung zu Beginn von allen abgesegnet wurde, und auch das wurde protokolliert.

Layout: Karin Schleines
Layout: Karin Schleines
6.  Weiterer Tipp von mir für ein Protokoll

Sollte es kein vorgefertigtes Layout für ein Protokoll geben, so entwerfen Sie sich doch eines, das entsprechende Strukturen vorgibt. Das erleichtert das Erstellen.
Ich persönlich schreibe auf dem Laptop in einem Treffen bereits mit, und frage bei Unklarheiten sogleich nach. Das Protokoll wird dann nochmal durchgelesen und kann verschickt werden.

 
Fazit

 
So gehts meiner Meinung nach richtig
So geht es richtig: • **Nur Fakten und Beschlüsse** Keine Stimmungen, keine Interpretationen. • **Neutralität wahren** Keine „vermutlich“- oder „gefühlt“-Formulierungen. • **Rollen sauber halten** Protokollführung = Form & Neutralität. Ausschuss = Inhalte & Fachlichkeit. • **Stichpunkte statt Textwüsten** Klare Struktur, kurze Sätze, gute Lesbarkeit. • **Verantwortlichkeiten benennen**
So geht es richtig: • **Nur Fakten und Beschlüsse** Keine Stimmungen, keine Interpretationen. • **Neutralität wahren** Keine „vermutlich“- oder „gefühlt“-Formulierungen. • **Rollen sauber halten** Protokollführung = Form & Neutralität. Ausschuss = Inhalte & Fachlichkeit. • **Stichpunkte statt Textwüsten** Klare Struktur, kurze Sätze, gute Lesbarkeit. • **Verantwortlichkeiten benennen**
1. Nur Fakten und Entscheidungen dokumentieren
2. Neutral bleiben
3. Klare Struktur, kurze Sätze
4. Verantwortlichkeiten benennen

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen allen viele gute effektive Treffen mit vielen guten
Ergebnissen.

Bleiben Sie mir inspiriert
Herzlichst Ihre
Karin Schleines

Foto: Cornelia Renson

  

 

 

 

 





Mittwoch, 11. Februar 2026

Warum Rücksicht gut aakommt - übber de Babbeler am Nachbardisch im Café

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt Momente, da will mer einfach nur emol in Ruh im Café sitze, en schöne Cappuccino schlürfe, sich mit wem treffe oder ganz alaa die Gedanke schweife losse. Und genau dann passiert’s: Der Babbeler setzt sich an den Nachbardisch.

Habbe Se des aach schon emol erlebt?                  

Bild Tasse: Rosemarie Kloos-Rau

Der babbelt und babbelt. Er babbelt ohne Punkt und Komma – und des laut, in einem Café, wo eigentlich jeder froh wär, wenn’s emol e bissche entspannter zuginge.

Was der Babbeler net kappiert

Im Café sitze Leut, die e Pause brauche, sich treffe wolle
odder einfach emool kurz
durschnaufe , grad während einer Shoppingtour.

Un’ genau do fängt’s an: Umgangsforme gehöre net nur ins Büro,
sondern aach in de öffentlische Raum. I,m Café is mer net
allaa – un’ mer is aach net de Mittelpunkt vom Universum, auch
wenn de Babbeler meint, er wär’s.

Typische Babbeler-Momente – wie ich se schon erlebt hab

Telefonate in Stadionlautstärke: 
„HALLOOO? ICH BIN’s, de Sowieso, IM CAFÉ! JA, IM CAFÉ!“  „Jo, des wisse mer. Die ganz Strooß weiß es“.

 Privatsphäre? Kennen mer net: 
„Also die Frau Sowieso., die hot gesaaacht…“

 Der Kommentierer:
„Der Kaffee is heut aber heiß.“ „Hier is aber viel los.“ „Die Tasse wern aach immer klaaner.“   Ja. Und du bist aber laut.

De Disch als Schreibdisch-Ersatz: 
Laptop uff, zwaa Handys parat, drei Zettel verteilt – und e Gesprächsvolumen wie im Callcenter.


Warum des alles net egal is

Es geht net drum, perfekt zu sei. Es geht drum, Rücksicht zu nehme.
E bissche leiser. E bissche wenischer „Isch“ und e bissche mehr „Mir alle“.

Denn des Café is kaa Wohnzimmer und kaa Bühn un’ aach kaa Podcaaststudio.


Wie’s besser geht – ganz entspannt

- Telefonate kurz halte, am beste des Handy stumm schalte.
- Gespräche in normaler Lautstärke führe.
- Net jeden Gedanke laut kommentiere.
- Wenn’s voll is, vielleicht aach emol en Platz aabiete am eischene Disch und e bissche rücke
- Un’ e Läschele schadet nie


Mei Fazit

Mit e bissche Rücksicht, Respekt vorm Annere un’ e Prise Humor bleibt des Café en Ort, wo mer gern sitzt – un’ net fliehe muss vorm Babbeler am  Nebedisch.

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Woche. Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzlichst Ihre

Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson 

Dienstag, 20. Januar 2026

Wirtschaft für Aufgeschlossene - charmant, verständlich und mit einem Lächeln - Was ist Betriebswirtschaft - oder uff hessisch "Betriebswertschaft"?

Liebe Leserin, lieber Leser,

 
ich freue mich, dass Sie hier sind und vielleicht Freude haben, mit mir betriebswirtschaftliche Themen einmal anders zu entdecken: verständlich, alltagsnah und ohne Fachchinesisch. Wirtschaftliche Begriffen betreffen uns alle – im Beruf, im Alltag, in Entscheidungen, die wir täglich treffen. 

Ich nehme Sie mit in die Welt der Wirtschaft- auf charmante, verständliche Art, mit einem Lächeln, weil Wirtschaft nicht kompliziert sein muss.

Vielleicht fragen sich, warum ich wirtschaftliche Themen hin und wieder  in diesen Umgangsformen-Blog integriere. Für mich gehören Wirtschaft, also Zahlen - Daten - Fakten,  und Soft-Skills untrennbar zusammen.
Fachwissen ist von immenser Bedeutung, doch erst durch Haltung, Kommunikation und respektvolles Miteinander kann professionelles Auftreten entstehen.
Wer wirtschaftliche Zusammenhänge verseht und gleichzeitig souverän auftritt, gewinnt Sicherheit und überzeugt in Wirkung und Präsenz.

In diesem Segment werde ich auch einige Beiträge "uff hessisch" verfassen. Das lockert aus meiner Sicht auf. Weil es in Hessen viele Dialekte und feine regionale Unterschiede gibt, möchte ich vorwegnehmen: Ich  beziehe mich hier auf die Mundart, die in meiner regionalen Umgebung gesprochen wird.
Ich wünsche Ihnen nun viel Freude beim Schmökern.

Fangen wir heute ganz einfach einmal mit dem Begriff "Betriebswirtschaft" an, oder wie hier in Mundart gesagt wird "Betriebswertschaft".

Was ist "Betriebswertschaft? 

Betriebswertschaft is eischentlisch nix Wildes. Des is die Kunst, en Laade so zu führe und zu organisiere, dass er läuft.
So en Geschäftsführer odder Inhaber fraacht sich, was brauche eischentlich die Leud? In was muss mer investiere un von was losse mer mal die Händ weg? Welche Entscheidunge müsse getroffe wern, dass mer aach noch in de näschste Jahrn uffm Markst is und wie kriegt mer des hie, dass die Mitarbeiter gern uff die Arbeit komme.
Mei Fazit: Betriebswertschaft ist im Grunde  klaar denke,  orddentlisch plaane un
verantwortlisch hannele

Ich wünsch Ihne noch en scheen Daach,
Bleibe Sie mer inspiriert

Karin Schleines
 

Foto: Cornelia Renson Wiesbaden

Dienstag, 18. November 2025

Die Zukunft beginnt heute - meine Reflexion zu "Future Skills"

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Begriff „Future Skills“ ist in aller Munde.  Und dieser Begriff ist für mich persönlich mit hohen Erwartungen verbunden. Da wird von Resilience oder z. B. auch von Veränderungskompetenz gesprochen. Aber ist es nicht so, dass viele Themen, die zu „Future Skills“ gehören, nicht längst Teil unseres Alltags sind?

Und all diese Kompetenzen, die nun in Kursen vermehrt angeboten werden – sind die nicht auch schon früher vermittelt worden? Ich bin der Meinung, dass man sich mit vielen dieser Skills auch früher beschäftigt hat.

Da hieß Resilience eher Widerstandskraft, Veränderungskompetenz eher Flexibilität und Achtsamkeit ging mit Stressbewältigung einher oder hatte früher schon so geheißen.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich finde es sehr gut, dass ein Augenmerk auf all diese Kompetenzen, insb. wenn diese auch zukünftig immer wichtiger werden, gelegt wird. Aber ich sage auch, viele dieser als Future Skills sind für mich Gegenwartsskills.

Wir müssen uns dennoch mit all den Fähigkeiten, die für die Zukunft relevant werden, beschäftigen, das ist klar. Daher ist eine wissenschaftlich begleitete Analyse zukünftig relevanter Fähigkeiten bedeutsam und hilfreich.

Die Skills, die für morgen und natürlich heute relevant sind, können beispielsweise in fachliche Skills, methodische Skills, persönliche und soziale Skills unterteilt werden. Und all die Kompetenzanforderungen können sich von Jahr zu Jahr auch verschieben. Im Folgenden gehe ich einmal auf methodische und soziale Kompetenzen ein.

So zeigt das Fraunhofer‑Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in „Future Skills 2025“ auf Grundlage der ausgewerteten Studien von 2023 und 2024, dass bei den methodischen Kompetenzen „Digital Literacy“ sowohl im Jahr 2023 als auch im Jahr 2024 an erster Rangstelle stand. Im Jahr 2023 lag „Agile Methoden“ auf Rang 2, im Jahr 2024 dagegen die Managementskills. Man erkennt hier, dass der Fokus sich von reiner Agilität hin zu Führungskompetenzen verschoben hat.

Bei den sozialen Kompetenzen gab es in den Jahren 2023 und 2024 keine Verschiebungen in der Rangfolge: Kommunikation, Networking und Führung lagen jeweils auf den ersten drei Plätzen. [1]

Ich bin überrascht und zugleich auch bestätigt, dass das Thema Networking auf einer der hohen Rangstufen zu finden ist. Ich  habe schon vor vielen Jahren referiert,  Seminare zu Networking und Smalltalk gegeben, und daher mit diesem wichtigen Thema richtig gelegen. Das zeigt, wie sehr manche Fähigkeiten zeitlos sind und heute erneut ins Zentrum rücken.

Es gibt ferner eine aktuell neu veröffentlichte
Auswertung des Future Skill Radars mit weiteren Studien aus den Jahren 2024 und 2025. Networking & Kundenorientierung findet man auch in den aktuellen Auswertungen bei den sozialen Kompetenzen auf Rangplatz 2[2]

Was mir bei all diesen Fähigkeiten zu „Future Skill“-Themen aber konkret fehlt, ist der Aspekt moderne Umgangsformen – sowohl unter dem Aspekt im direkten Miteinander als auch digital. Denn eben diese Skills waren, sind und werden immer Grundlage jeder Zusammenarbeit sein.

Darüber hinaus sollten wir neben all diesen Skills im Hinblick auf Klimawandel und Klimaschutz entsprechende Fähigkeiten definieren und weitergeben. Denn auch der Umgang mit unserer Umwelt gehört zu den Umgangsformen.

Fazit:
Es ist bedeutsam und wichtig, dass wir uns Gedanken um zukünftige Fähigkeiten machen, dass diese Kompetenzen gelehrt und geübt werden. Einige dieser Skills waren und sind auch heute schon von Bedeutung. Der Aspekt Umgangsformen sollte in die Skills mit aufgenommen werden – Umgangsformen sowohl im persönlichen Miteinander (wie z. B. Respekt, Höflichkeit, verbindliches Auftreten im direkten Kontakt) als auch auf digitaler und hybrider Ebene  (Respekt im digitalen Raum, Verbindlichkeit im hybriden Arbeiten). Beide Facetten sind aus meiner Sicht unverzichtbar, um Zusammenarbeit in einer zunehmend vernetzten und zugleich menschlich geprägten Welt zu gestalten.

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen noch eine schöne Woche.
Bleiben Sie inspiriert

Herzlichst

Ihre Karin Schleines

 

Foto: Cornelia Renson

 

 

 



[1] Vgl. „Future Skills 2025“, Fraunhofer‑Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO (Hrsg.), S. 13–14, Abfrage am 14.11.2025, 10:26 Uhr, online verfügbar unter https://publica-rest.fraunhofer.de/server/api/core/bitstreams/dba5082c-9e02-42a0-9b1a-ba7ce838061b/content

[2] Vgl. Vgl. Global Upskill: Future Skills Radar. Online verfügbar unter: https://www.globalupskill.de/de/themenbereiche/future-skills-radar-.html#cop1
Abfrage am 18.11.2025, 16:09 Uhr.

 

Dienstag, 11. November 2025

Meine 5 Smalltalktips für den November

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute haben wir den 11. November. Meine Güte, wie schnell doch die Zeit vergeht.War es nicht kürzlich Sommer? Ich kann nur sagen, für mich vergeht die Zeit momentanwie im Fluge.

Der November ist ja so ein Monat, den nicht alle mögen, wegen der tristen und dunklen Tage. Und deshalb möchte ich etwas Optimismus in diesen
Beitrag einbringen, denn triste Tage laden zum Innehalten ein, zu Kaffee- und Tee-Mittagen, zu Gesprächen. Und wer Smalltalk als gute Möglichkeit sieht, mit anderen ins Gespräch zu kommen, kann auch im November Stilbewusstsein zeigen, nämlich mit Smalltalkthemen, die verbinden, statt zu ermüden. Also raus aus dem November-Blues, und rein in optimistische kleine Gespräche.

Hier kommen nun meine 5 Vorschläge für interessante „kleine Gespräche“ im November.


1. Sankt Martin

Heute, am 11.November, ist Martinstag. Der Martinstag geht auf den Heiligen Martin von Tours zurück, der seinen Mantel mit einem Bettler geteilt haben soll, so die Überlieferung. Er wurde am 11. November geboren, und somit ist dieser Tag ein Gedenktag und auch der Namenstag von allen, die Martin heißen.
Die Laternenumzüge am Martinstag sind sowohl eine christliche Tradition, als auch eine Brauchtumstradition, Licht in die Dunkelheit zu bringen.
Beim Smalltalk mit etwas Hintergrundwissen zu punkten, ist doch einmal schön,
Man kann aber ferner über die wunderschön gebastelten Laternen sprechen oder möglicherweise über die Tradition in vielen Familien, in dieser Zeit Gänsebraten zu genießen.

 
2. Wetter               


Da über das Thema Wetter jeder reden kann, ist auch das Wetter ein geeignetes Smalltalkthema, auch wenn man vielleicht nicht gerade bei diesem Thema stehen bleiben sollte. Gerade im November ist es nass, kalt, neblig.
Hier könnte doch etwas Farbe ins kleine Gespräch kommen: Vielleicht mit einem Thema rund um farbige wunderschöne Regenschirme, farbige Regenhüte und Mäntel, die dem tristen Wetter trotzen. Und man kann dem Wetter auch etwas Positives abgewinnen, nämlich mit dem Thema Gemütlichkeit zu Hause.

3. Heißes Getränk für graue Novembertage

Und da sind wir schon beim Gemütlichen, einem heißen Getränk. Rezepte
austauschen, das klingt doch auch vielversprechend.
Ich z. B. genieße sehr gerne heißen Ingwertee.


4. Musik

Im alltäglichen Gespräch kann das Thema auch auf Musikhören kommen, insbesondere wenn man sich über Gemütlichkeit zu Hause unterhält.
Der eine mag Jazz, Swinging Music, der andere eher klassische Musik.
Und wenn man zu diesem Thema nichts sagen kann oder möchte, so kann man das Thema auch geschickt wechseln, in dem man ein anderes Thema assoziiert und dieses Thema einbringt. Z. B. mit der Assoziation zu einem schönen Novemberevent, wie in Punkt 5. beschrieben.
 

5. Events im November

Das Thema „Events“ kann doch auch ein  schönes Thema sein, wenn es im Gespräch einen guten Zeitpunkt dazu gibt. Theaterabende, Leseabende in einer Bibliothek, Herbstmärkte. Und diese Themen bieten einen guten Start für einen längeren Smalltalk, in dem durch das Bilden von Assoziationsketten viele Themen zur Sprache kommen können.

Ich wünsche Ihnen nun einen gemütlichen November und viel Freude beim Smalltalken.

Herzlichst

Ihre Karin Schleines

Ab 1. Dezember gibt es meinen Adventskalender hier im Blog, mit jeweils einem Impuls, einem Gedanken pro Kalendertürchen bzw. pro Tag vom 01.12. bis 24.12.2025.

Die nächsten Seminare:
28.11.2025  Business Etikette aktuell   in Wiesbaden
05.12.2025  Business Etikette aktuell   in Wiesbaden
27.01.2026   Cappuccino Meeting via Web: Business Etikette Fresh Up

  

Mittwoch, 3. September 2025

Etikette uff hessich: Teil 1 Beim Empfang: Net fuchtele, net verkrampfe – wohin mit de Händ beim (Sekt)Empfang?

Guude, liebe Leserinnen un Leser, 

en (Sekt)Empfang– des klingt doch ganz nooch interessante Geschpräche unnem Hauch von  - ich saach emol - Glämmer.
Abber fer mansche is des vor allem aans: e modorisch Herausforderung.

Denn sobald des Glaas - mit Sekt, Sektorangsch odder nur mit Orangschesaft, mansche trinke aach Wasser -  in der aaane Hand is, stellt sisch die groß Fraach: Was mach isch mit der annern? Die rechte hält des Glaas, die linke baumelt hilflos in de Luft, odder umgekehrt.
Odder mer versucht, des Glaas irschendwie in de Armbeuge zu balanciere, um die Hand freizukriege – für den Handschlag, odder fers so genannte klaane Geschpräsch,  odder des Häppche, das aanem gerad gereicht werd.

Und dann kommt möschlicherweise noch es Garderobemärksche dezu.
Und des Handy.
Und dann vielleicht aach noch es Namensschild, des sich selbststännisch macht.

Mei Oma hätte gesagt: „Ei, des is wie Jongliern - un  mer derf nix falle losse."

Aber kaa Panik – Edikedde is kaan Zerkkus.
Hier komme emool paar Tipps:

Des Glaas kommt in die linke Hand, damit die rechte für Begrüßunge frei bleibt. Is jo eischentlich logisch, gell.
Die freie Hand darf locker an de Seit hänge – kaa Verstecke, kaa Verkrampfe.
Und wenn mer nix zu tun hat mit de Händ – einfach lächele, odder?
Des werkt immer souverän.
Isch bin ja de Meinung, Haldung zeigt sich net nur in de Körpersprach , sondern aach im Umgang mit all dene Unsischerheide.
Und wer beim (Sekt)Empfang entspannt bleibt, der hot schon gewonne – selbst wenn des Häppche emool uff de Serivett landet.

In diesem Sinne: Prost mit Stil – und die Händ sinn dann do, wo se net störe.


Herzliche Grieeß  bzw. Guude

 Es Karinsche

 
Foto: Corneia Renson

Dienstag, 2. September 2025

Smalltalk und Netzwerken mit Cappuccino Charme

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich habe es wieder erlebt, und so einfach kann das sein: Netzwerken beim Frühstück im Hotel Auf jedem Tisch im Hotelresetaurant standen Kärtchen, die die Frühstücksgäste motivieren sollten, mit dem Tischnachbarn ins Gespräch zu kommen, etwa nach dem Motto "Sprich doch auch beim Frühstück mal mit Deinem  - auch unbekannten - Nachbarn". Diese kleine Inspiration des Restaurants zum Smalltalk - es war wohlgemerkt 6 Uhr morgens - trug Früchte. Solch ein "Gemurmel" am frühen Morgen erlebt man nicht oft. In der Regel belegt jeder Gast einen Tisch, holt sich sein Frühstück und frühstückt für sich. Und auch ich hatte mich an jenem Morgen in ein sehr schönes Gespräch vertieft. Ich finde, ein privates Frühstück, das sich urplötzlich in ein kleines interessantes Geschäftsgespräch wandelt, kann inspirierend sein, und wenn es nur ein kleiner Austausch ist. Der Frühe Vogel fängt den Wurm, kann man sagen.  Dieser "Small Business Talk" kann Anknüpfungspunkte für zukünftige geschäftliche Aktivitäten bieten. Er muss es natürlich nicht  Es spielen viele Aspekte mit hinein.

Bei mir kommen diese  "semiprivaten" Gespräche übrigens des öfteren vor. So bei mir z. B. auch im Urlaub. Stellen Sie sich vor:                                                             

Bild: Rosemarie Kloos-Rau  

Man genießt das Early Bird-Frühstück an Deck eines Schiffes morgens gegen ca. 6 Uhr vor der Einfahrt in einen Hafen (ja ich bin auch im Urlaub Frühaufsteherin), und man trifft auf jemanden, mit dem man auf einmal im Gespräch leicht berufliche Gefilde tangiert, sich austauscht und sogar noch die Zeit vergisst. Als ich wieder auf die Uhr geschaut hatte, hatte das Schiff bereits angelegt – und es war 7:30 Uhr. Das Gespräch war sehr inspirierend, und der Kontakt besteht übrigens bis heute.

Selbstverständlich ist Netzwerken Arbeit. Kontakte entstehen persönlich, oft mit großem Zeitaufwand verbunden. Und gewiss kommen Geschäftskontakte nicht angeflogen. Man muss selbst etwas dafür tun. Und solch schöne Gespräche im quasi "semiprivaten" Bereich, die auch im Nachhinein Früchte tragen können, sind doch wunderbar. Da zeigen sich zwei wichtige  Elemente des Netzwerkens:

- Zeige Interesse am Menschen und an dem, was er tut. 
- Nimm die Gelegenheiten, die sich Dir bieten, wahr, nämlich zur Kommunikation mit anderen.

Ich wünsche Ihnen nun einen schönen Tag und nur gute Gespräche.

Bleiben Sie inspiriert.
Herzlichst Ihre Karin Schleines

PS: Business Signature Seminar für Business Ladies, in stilvollem Ambieten an der Saar mit
mit Wissen, Austausch und natürlich Networking  am 29.04.2026