Mittwoch, 3. Januar 2018

Sichtwechsel - Thiedemann & Schleines - ein Zwiegespräch

Liebe Leserin, Lieber Leser,

ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr, mit vielen Glücksmomenten und Erfolg.
Zu Beginn diesen neuen Jahres, gibt es einen ganz besonderen Beitrag, den ich
mit Angelika Thiedemann verfasst habe.  Er ist eine Art Zwiegespräch zum Thema Schubladendenken, Sichtwechsel. Wir beide sind beruflich beratend tätig, versetzen uns alltäglich in verschiedene Gedankenwelten und Situationen hinein.  In unserem "Zwiegespräch" berühren wir diverse Aspekte zum Thema, aus unterschiedlichen Ansätzen heraus. Danke schon jetzt an Angelika Thiedemann für unseren gemeinsamen Beitrag zum neuen Jahr.

Viel Spaß beim Lesen!  

Angelika Thiedemann
Karin H. Schleines

Thiedemann &  Schleines  
                     

         Ein  Zwiegespräch










Angelika Thiedemann:
Schubladen-Denken in der Beratung oder „Stellen Sie sich keinen rosa Elefanten vor“


Der Satz "Stellen Sie sich keinen rosa Elefanten vor!" führt automatisch dazu, dass zumindest ich das Tier im Kopf habe. Der Aufmerksamkeitsscheinwerfer springt an und schon fühlt sich der kleine Kerl wohl in meinen Gedanken.Das übliche Bild eines Elefanten ist jedem geläufig und sofort geht die Schublade mit den entsprechenden Eigenschaften auf, die mann/frau diesem Tier zuordnet. Elefanten sind groß, grau, Dickhäuter und ja, das berühmte Elefantengedächtnis kommt mir noch in den Sinn.

Ein Blick ins Tierlexikon gibt noch die Informationen, dass es die größten landlebenden Tiere sind. Diese Dickhäuter sind klug und ihr Familiensinn zeichnet sie aus. Sie können ihre riesigen Körper durch ihre besonderen Füße gut ausbalancieren, um z. B. eine Verletzung der Jungtiere zu vermeiden, die unter dem Riesen Schutz suchen. Elefanten haben hohe Sozialkompetenz. Sie leben in Netzwerken, wo ein Für- und Miteinander unabdingbare Voraussetzungen sind.
So und dieser Elefant soll jetzt rosa sein? Das passt nicht in meine Schubladen. Auf den ersten Blick mag das ja niedlich aussehen…dennoch wehrt sich mein Erfahrungsschatz gegen dieses Bild.
Ein Sichtwechsel, der wohliges Wissen über etwas oder jemanden durcheinander wirbelt. Das gefällt meinem Sinn für Humor, aber mein Verstand will da nicht folgen.Das Denken in Schubladen und das schnelle Einordnen von Erlebnissen in diese oder jene Kategorie geht leicht von der Hand. Wir alle tragen Werte, Wissen, Einstellungen und Überzeugungen in uns. Diese Einordnung in unsere Schubladen geschieht rasend schnell und oftmals ohne, dass wir uns dessen überhaupt bewusst sind.Der berühmte erste Eindruck, der prägend für unsere Sichtweise ist, wenn wir einem Menschen zum ersten Mal begegnen. Für den es keine zweite Chance gibt…?!Menschen haben bewusst oder unbewusst Vorurteile, die durch ihre persönlichen Erfahrungen, durch Sozialisation und die Kultur, die sie umgibt, geprägt werden. Mit dieser Sichtweise bewerten sie Situationen und Verhaltensweisen anderer Menschen.
Für Menschen, die in der Beratung tätig sind, ist es von entscheidender Bedeutung, das individuelle bewusste oder unbewusste Schubladen-Denken zu berücksichtigen. Das Auflösen von Schubladen-Denken führt dazu, dass neue Aspekte in der Kundenbeziehung zu Tage treten können.
Berater in langen Kundenbeziehungen können leicht in die Schubladen-Falle tappen.
 „Ich kenne meine Kunden! Ich weiß, was sie wollen und wo der konkrete Bedarf liegt!“
Diese Wahrnehmung birgt Risiken:
Zum einen wird der Kunde in ein festes Muster eingeordnet und erhält daher nur ein diesem Muster entsprechendes Angebot. Wertvolle Potentiale bleiben ungenutzt. Zum anderen bemerkt der Kunde als soziales Wesen, dass er in einer Schublade steckt beim Berater und vermisst die Individualisierung der Angebote. Dies birgt das Risiko der weiteren Entfremdung in der Kundenbindung, vielleicht auf Sicht sogar den Verlust der Kundenbeziehung.
Natürlich steckt auch der Berater aus Sicht des Kunden in einer Schublade. Dies führt dazu, dass der Kunde sich ggf. nicht des kompletten Leistungsspektrums des Beratungsangebotes und der Beraterkompetenz bewusst ist.
Kommunikations-Kompetenz und -Qualität sind der Schlüssel für das Entstehen von guten Beziehungen. Die gelungene Gestaltung der Beziehung zum Kunden ist unersetzbar. Auf dieser Basis kann der Berater Zugang zu der Welt und den Motiven des Gegenübers bekommen und im aktiven Zu-hören die Zielfindung in der Beratung begleiten, unterstützen und in der Folge zur Umsetzung bringen.

Für eine gute Kunden-Berater-Beziehung ist es wichtig, dass die Berater ihre Kunden "lesen können" und Kompetenz im Umgang mit vielfältigem, tief verankertem Schubladen-Denken haben. Sie können sich dann entsprechend auf den Kunden einstellen und den Umgang so kalibrieren, dass Beratungsgespräche erfolgreich und effizient in die Umsetzung kommen.
Ziel jeder Beratung sollte es sein, für Kunden einzigartige Erlebnisse und Mehrwerte zu schaffen, um die Qualität von Beratung auf eine neue Ebene für die Beteiligten zu bringen.
Berater, die den Kunden und seine Motive und Ziele als Zentrum der Aufgabenstellung „Beratung“ betrachten, werden erfolgreicher sein und intensive Kundenbindung schaffen. Dieser Ansatz und das Auflösen von ausgeprägtem Schubladen-Denken bietet Chancen, die produktgetriebene Kampagnen schwerlich erreichen können.

Lassen Sie den rosa Elefanten wirken! Was können wir von den besonderen Eigenschaften der Elefanten lernen und….

Was tun Sie gegen Ihre Schubladen im Kopf?


Karin H. Schleines:
Über den Tellerrand geschaut  oder  "Ein Typ mit zwei Brillen gesehen "
                                                                     
                                                             

Neulich wurden  in einer Fernsehsendung zum Thema Kunst  zwei unterschiedliche Portraits eines Mannes  - gemalt von einem bekannten Künstler  in den 20 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts  - vorgestellt.
Auf dem einen  - skizzenhaft ähnlichen – Gemälde wirkt die dargestellte Person offen, den Schalk im Nacken. Auf dem kleineren Bild empfand ich sie sehr nachdenkend, in sich gekehrt.  Es wird einem hier klar, dass ein Mensch mehrere Eigenschaften hat, als nur eine. Der Experte meinte dann auch treffend, „ein Typ, mit zwei Brillen gesehen“. 
Diese interessante Aussage hat mich nachdenklich gemacht, kann man sie nämlich auf viele andere Situationen in unserem Leben anwenden, im Sinne von Sichtwechsel, weg mit dem Schubladendenken.
Und da fällt mir soeben ein Spruch ein, den ich im Berufsleben immer wieder höre bzw. gehört habe: „Das haben wir  immer schon so gemacht“, nach dem Motto, warum benötigen wir Veränderungen? Ein Sichtwechsel, ein Sich Einlassen auf neue Wege wird vehement abgelehnt. Viele haben in unserer heutigen Zeit Bedenken, eingefahrene Strukturen zu verlassen, um neue Wege zu gehen.  Schade, denn sie sind sich leider nicht bewusst, dass neue Wege auch Vorteile bringen.
Natürlich nehme ich mich nicht aus, etwas kritisch distanziert zu sein bei so vielen Neuerungen, aber auf der anderen Seite lasse ich diese zu.  Z. B. das Thema Digitalisierung: Heutzutage kann und darf ich mich als Selbständige diesem wichtigen Aspekt nicht verschließen, auch wenn ich gerne – vielleicht ist es dem Alter geschuldet – noch vieles händisch mache, wie z. B. einen Kalender zu pflegen. Aber meine Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf meine Region, in der ich lebe, sondern geht weiter, und da bringt mir z. B. die  digitale Kommunikation  eine Erleichterung. Ein Schubladendenken würde mich in die Sackgasse führen.

Aber auch andere Situationen erfordern sehr oft einen Sichtwechsel. Zwar muss man den Schweinehund oft überwinden, um die Komfortzone zu verlassen , aber man bekommt dafür auch neue Impulse:
Z. B.:
Sich Einlassen auf eine neue Software im Büro: 
Schon allein aus Sicherheitsgründen ist es sinnvoll, immer auf dem aktuellsten Stand der
Technik zu sein, auch wenn man sich möglicherweise etwas einarbeiten muss.

Sich in den anderen Verhandlungspartner hineinversetzen und damit  einhergehend sich auf eine Verhandlung so vorzubereiten, dass auch Kompromisse möglich sind.

Das Rad anstatt das Auto zu nutzen:
Sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie tun etwas für Ihren Körper / Ihre Gesundheit und gleichzeitig etwas für die Umwelt.

Auf die Ernährung achten:
Achtsam mit sich umgehen heißt auch, auf die Ernährung zu achten, erst recht nach den Feiertagen. Natürlich möchte ich, die gerne Süßes im Schreibtisch hat und gerne Gummibärchen ist, mich nicht kasteien, aber achtsam mit sich selbst umgehen, auch im Hinblick auf das, was ich grundsätzlich esse, ist mir wichtig.

Das mobile Telefon mal abschalten:
Wir müssen lernen, nicht immer "bereit" zu sein. Ich habe mir eine Uhrzeit gesetzt, nach der ich nicht mehr ans mobile Telefon gehe - außer in Notfällen.

Betrachten Sie doch auch mal die Dinge mit mehreren Brillen und sehen Sie sie von mehreren Seiten, das kann mit dem peppigen rosaroten oder auch mit dem  klassischen Brillenmodell sein.
Ein Sichtwechsel hilft mir persönlich, um mir eine eigene Meinung zu bilden.

Probieren Sie es aus, und schreiben Sie mir Ihre Erfahrungen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2018!

Bleiben Sie inspiriert!

Herzliche Grüße

Angelika Thiedemann                                              Karin H. Schleines          


Angelika Thiedemann: 
erntezeit - WohlSorge©-Beratung und Mediation
freie Mitarbeit GeNe GmbH, Garching bei München
www.gene-institut.de

Foto Elefant: Pixabay. Foto Brillen: Eigenes, bearbeitet mit Android


Freitag, 8. Dezember 2017

Moderne Umgangsformen - Business Etikette aktuell: Chic bei Schnee und Eis

Moderne Umgangsformen - Business Etikette aktuell: Chic bei Schnee und Eis: Liebe Leserin, lieber Leser, "the weather outside is frightful and the fire is so delightful..." kennen Sie auch dieses Lied, da...

Chic bei Schnee und Eis

Liebe Leserin, lieber Leser,

"the weather outside is frightful and the fire is so delightful..." kennen Sie auch dieses Lied, das um die Weihnachtszeit immer wieder mal gespielt wird? Vergangenen Sonntag hatten wir hier in Wiesbaden kräftiges Schneetreiben. Und auch dieses Wetter hatte viele nicht daran gehindert, auf den Weihnachtsmärkten zu schlendern. Dick eingemummelt und mit festem Schuhwerk für derartige winterliche Wetterverhältnisse ausgerüstet,  konnte einem das Wetter nichts ab haben.
Ich bekomme in dieser Zeit sehr viele Anfragen dahingehend, wie denn nunmehr die geschäftliche Kleiderordnung bei derartigen Wetterlagen aussieht.

Hier einige Tipps von mir:

1.
Schuhwechsel im Büro: Während die Winterschuhe gute Dienste auf dem Weg zur und von der Arbeit leisten, können Sie im Büro Ihre Schuhe Wechseln, also z. B. vom Winterstiefel rein in die Pumps und umgekehrt. Nehmen Sie Ihr bürotaugliches Schuhwerk in einer gesonderten Tasche einfach mit.

2.
Schicke Kopfbedeckung statt Pudelmütze: Natürlich können Sie auch die Pudelmütze aufsetzen. Schicker sieht es mit einem Hut oder einer schönen Wollmütze mit Hutcharakter aus, die farblich zu Ihrer Winterjacke  / Ihrem Wintermantel passt.


3.
Schicke Jacke: Zum Business-Anzug oder Kostüm kann eine längere Winterjacke - auch gesteppt - , ein längerer Anorak oder ein warmer Mantel passen. Und um dem trüben Wetter zu trotzen, wirken farbige auf die Kleidung abgestimmte Accessoires wie z. B. Schals, freundlich.

3.
Handschuhe passend zum Outfit: Handschuhe sind Wärmeschutz und Accessoire zugleich. Aus diesem Grund sollten sie zu Schal, Jacke passen.

4.
Ein Schirm sollte nicht fehlen: Entweder nutzen Sie einen Knirps, den Sie in Ihrer Tasche verstauen können, oder aber Sie machen mit einem Stockschirm, der mit Muster und Farben auf Ihr Outfit abgestimmt ist, eine gute Figur.

Wie halten Sie es denn so mit Ihrem winterlichen Business-Outfit? Schreiben Sie mir.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Freitag und ein wunderbares Wochenende mit schönem Wetter. bleiben Sie mir inspiriert.

Herzliche Grüße

Ihre
Karin Schleines



Dienstag, 21. November 2017

Moderne Umgangsformen - Business Etikette aktuell: Wer freundlich ist hat mehr vom Leben, oder?

Moderne Umgangsformen - Business Etikette aktuell: Wer freundlich ist hat mehr vom Leben, oder?: Liebe Leserinnen, liebe Leser, als Fan eines bekannten Bauchredners kommt mir immer wieder einmal ein Ausspruch, den er einer seiner Puppe...

Wer freundlich ist hat mehr vom Leben, oder?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

als Fan eines bekannten Bauchredners kommt mir immer wieder einmal ein Ausspruch, den er einer seiner Puppen auferlegt, in den Sinn: "Freundlich, freundlich freundlich, wer freundlich ist, hat mehr vom Leben".  Vielleicht haben Sie den Bauchredner und die entsprechende Puppe schon erkannt, die diesen Spruch aufsagen. Ich finde, diese Worte  "haben was".
Im vergangenen Beitrag ging es um Service und Respekt zeigen. Heute gehe ich auf einige aktuelle  Umgangsformenstandards in unserem alltäglichen Leben ein und beziehe mich einmal auf diversen Fragen, die mir immer wieder gestellt werden. Zuvor machen wir uns noch ein paar kleine Gedanken zum Thema "Manieren".

"Manieren" heute

An was denken Sie ganz spontan, wenn Sie den Begriff  "Manieren" hören?
Kommen Ihnen dann auch Begriffe wie "Anstand", "Respekt", "Toleranz", "Hilfe" in den Sinn?
Sehr schön, dann haben Sie bereits erkannt, was "Knigge" heutzutage bedeutet: Respekt vor dem anderen haben, tolerant sein, sich gegenseitig behilflich sein.
Drehen Sie einmal das Wort "Umgangsformen" um. Sie erhalten dann z. B. "Formen des Umgangs", und diese können, je nach Kultur, unterschiedlich sein. Heute gehe ich auf  ausgewählte 5 Fragen ein, die sich mit unseren alltäglichen Umgangsformen in unserem Lande beschäftigen.

Aktuelle Umgangsformenstandards heute

Wer geht zuerst die Treppe hoch?

Dieses Thema hatten wir neulich bei einem meiner Kunden gehabt. So meinte ein Sitzungsteilnehmer während des anfänglichen Smalltalks, die Frau würde immer vorangehen, auch im Geschäftsleben.
Richtig ist, dass im privaten Bereich die Frau gerne voran gehen darf, der Herr hinter ihr zum Schutz. Im privaten Bereich geht dann der Herr zuerst die Treppe hinunter.
Im beruflichen Bereich sieht das etwas anders aus: Kennt sich ein Kunde (egal ob Mann oder Frau) aus, so geht er vor dem Gastgeber gerne die Treppe hinauf, der Gastgeber hinter ihm. Geht es treppab, geht der Gastgeber vor, hinter ihm folgend der Gast  / der Kunde.
Ausnahmen bestätigen die Regel: Wenn der Kunde nicht weiß, wohin er gehen soll, so dürfen Sie gerne als Gastgeber voran gehen, allerdings sollten Sie dem Gast dann auch kommunizieren, dass Sie lediglich den Weg weisen und deshalb voranschreiten. Die Türe halten Sie dem Gast  aber dann wieder auf, so dass er zuerst den Besprechungsraum oder das Büro betreten kann. Ich helfe auch meinen Kunden aus dem Mantel, unabhängig davon, ob Mann oder Frau.

Geht der Herr in jeder Situation zuerst ins Restaurant?

In geschäftlichen Situationen geht derjenige voran, der bestellt hat. Das kann dann auch die Frau sein, die eingeladen hat.
Im privaten Bereich geht klassischerweise der Herr voran. Er hält er der Frau die Türe des Restaurants auf, sie geht hinein und wartet, bis der Herr wieder vor geht und nach dem Tisch ausschau hält.

Wie ist das mit dem "Gesundheit - sagen"? 

Generell lautet die Regel immer noch so, dass, wenn jemand niesst, ein "Gesundheit - sagen" ein Fauxpas ist. Der Grund liegt darin, dass man durch das "Gesundheit - sagen" den anderen mit seinem Niesen in den Mittelpunkt rückt und eben jene niesende Person sich noch unwohler fühlen kann, als sie sich bereits beim Niesen schon fühlt.
Jetzt verhält es sich aber so, dass ältere Menschen gerne ein "Gesundheit" hören möchten.
Ich entscheide dann  immer situativ: Bin ich mit einer älteren Person alleine im Raum, dann kann es schon je nach Lage passieren, dass ich auch  einmal "Gesundheit" sage. In größerer Runde vermeide ich ein "Gesundheit". Mein Mitgefühl zolle ich dem niesenden Nachbarn dadurch, dass ich ihm ein Taschentuch anbiete mit einer aufmunternden Geste. Zumeist wird dies dankend angenommen.

Was mache ich, wenn mir eine Person zu nahe kommt?

Das haben Sie sicher auch schon oft erlebt: Überfüllte Busse und Bahnen und Sie mittendrin. Klassischerweise kann man gegen einen überfüllten Stadtbus oder eine überfüllte S-Bahn nichts tun, es sei denn, man nimmt die nächste Bahn oder den nächsten Bus. Das heißt aber nicht, dass der nächste Bus oder die nächste Bahn dann leerer ist. Wir haben uns mit der Zeit an volle Busse und Bahnen gewöhnt und sagen nichts, wenn eine fremde Person in unsere "intime Distanzzone" (bis zu 0,5 m) hineintritt. Wir fühlen uns aber dann befreiter, wenn wir aus dem vollen Bus aussteigen.
Es gibt aber Situationen, da können wir reagieren, wenn eine dritte Person uns zu nahe kommt, z. B. bei einer Begrüßung. Ein Zurückgehen hilft zumeist nicht, da der andere dann wiederum nachkommt. Wenn mir so etwas passiert, dann drehe ich mich etwas mit der Hüfte zur Seite (gibt Distanz), halte aber Blickkontakt zur Begrüßung. Beachten Sie: Das Begrüßen, also die Kontaktaufnahme mit Körperberührung, erfolgt in der sogenannten "persönlichen Distanzzone" (= 0,5 - 1,0 m).

Wie verstaue ich Visitenkarten?

Trotz Digitalisierung sind auch heutzutage  die Visitenkarten nicht wegzudenken. Diese Aushängeschilder von uns selbst und unserer Firmen, für die wir arbeiten, bieten uns sprichwörtlich  viele Anker für unseren Smalltalk und bieten die Grundlage für weitere Kontaktaufnahmen.
Haben Sie schon einmal beobachtet, wie die Kärtchen überreicht werden und besonders woher sie gezückt werden? Da erscheinen diese aus einem Portemonaie,  sie werden lose aus einer Tasche herausgenommen, oder lose aus der Innentasche des Jacketts gezückt. Aber - Leute, es geht schicker:
Wie wäre es mit einem Visitenkartenetui? Die Etuis gibt es für jeden Geldbeutel. Sie fangen mit dem Etui zwei Fliegen mit einer Klappe: 1. Ihre Kärtchen bleiben sauber und eselohrenfrei. 2.  Ein Visitenkartenetui hat eine besondere Wirkung obendrauf, es verstärkt die Wertigkeit Ihrer Visitenkarte und die des Gegenübers, denn die entgegengenommenen Kärtchen finden dort auch noch ihren Platz.

Haben Sie auch Fragen? Dann scheuen Sie sich nicht, diese zu stellen. Ich beantworte sie Ihnen gerne.

Ich wünsche Ihnen nunmehr noch einen schönen Abend und noch eine erfolgreiche Restwoche.

Bleiben Sie mir inspiriert! Und denken Sie an die Bauchrednerpuppe: "Wer freundlich ist, hat mehr vom Leben".

Herzlichst
Ihre
Karin Schleines


Freitag, 3. November 2017

Der beste Qualitätsmanager ist doch immer noch der Kunde, oder?

Liebe Leserin, lieber Leser,

am vergangenen Montag hatte ich ein sehr schönes Seminar gegeben in der Nähe des Frankfurter Flughafens.  Meine Teilnehmer waren sehr zufrieden und hatten viele Impulse mitgenommen.
Der Service des Hotels, die Räumlichkeiten, das Essen / Catering, alles ist ohne Beanstandungen gewesen. Die Organisation war sehr gut.
Freundlichkeit des Personals und Servicebewusstsein stehen m. E. an erster Stelle, damit sich ein Gast wohl fühlt. Ich rede nicht von Perfektionismus, nein, aber von einer Form des Umgangs miteinander, der  herzliche Gastgebermentalität ausstrahlt.

Eine andere Art der Form des Umgangs miteinander hatte ich vor einigen Wochen  privat erlebt, in einer anderen Branche als die der Gastronomie: Da war Service leider nicht groß geschrieben. Berechtigte Beanstandungen sind kleingeredet worden, und es wurde einem zu verstehen gegeben, dass man auch "ohne Dich Gewinne macht".
Die Einstellung ist sehr schade, leben wir alle als Dienstleister davon, dass uns der Kunde weiterempfiehlt, unsere Dienstleistung lobt oder doch einmal konstruktive Verbesserungsvorschläge unterbreitet.  Wir leben von Feedbacks von Kunden, sei es positiv oder konstruktiv negativ, denn der wahre Qualitätsmanager ist  m. E. immer noch der Kunde.
Aus diesem Grunde sollten berechtigte Beanstandungen professionell abgearbeitet werden, damit der Kunde das nächste Mal wieder kommt, unabhängig des Umsatzes.
Denn darin zeigt sich die Kenntnis und Verinnerlichung unserer Umgangsformen: Wir respektieren jeden Kunden und gehen professionell mit Beanstandungen um. Denn: Die Form des Umgangs miteinander macht unsere mitmenschlichen Beziehungen aus.
Und da kann es schon einmal passieren, dass man zukünftig ein anderes Geschäft auswählt, das zwar teurer ist, das aber im professionellen Umgang miteinander top agiert.

Und auf der anderen Seite sollten Kunden konstruktive Kritik in einer verbalen und nonverbalen Sprache so artikulieren, dass dem Gegenüber gezeigt wird "Ich habe Respekt vor dir, trotz der sachlichen Kritik".

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nur nette Begegnungen sowie einen schönen Freitag und ein schönes Wochenende.

Bleiben Sie mir inspiriert, viele Grüße

Karin Schleines

Freitag, 13. Oktober 2017

Wertschätzende Verhandlungen


  
Liebe Leserin, lieber Leser,

heutemorgen habe ich mir vorgenommen, als erstes diesen Beitrag zu schreiben, quasi als einen Einstieg in den Arbeitstag eines Freitags mit dem Datum 13.
Mir ist heute noch keine schwarze Katze von links über den Weg gelaufen, lediglich die silberfarbene Katze der Nachbarin hat mich gegrüßt. Ich sehe mal heute den 13. als einen Glückstag an.

Aber was ich nunmehr thematisieren möchte, hängt weder mit dem Freitag, des 13. noch mit Aberglauben zusammen. Heute geht es einmal um wertschätzendes Verhandeln. Wertschätzendes Verhandeln bedingt immer die Tatsache, dass man sich möglicherweise damit abfinden muss, Kompromisse einzugehen. Hierfür ist es für mich immer wichtig, meine Sichtweise der anderen gegenüber zu stellen. Wenn mir das Geschäft mit dem anderen wichtig ist und es mir wert ist, dieses Geschäft einzugehen, dann sollte ich mir immer auch die Sichtweise des anderen zu Gemüte führen.

Ich habe hier 11 Punkte zusammengestellt, die mir vor Verhandlungen und während des Vertragsschlusses wichtig erscheinen. Ich gebe Ihnen diese gerne mal als  kleinen Impuls weiter:


1.
Schreibe konkrete Ziele und Punkte auf, die Dir für ein Vorhaben wichtig sind.  
2.
Erstelle Dir dann eine entsprechende Checkliste, um eine Struktur zu bekommen, quasi als Vorbereitung für Deine Verhandlung.
3.
Kommuniziere Deine Anliegen klar und deutlich, versetze Dich dabei aber auch in  die Lage  des anderen.
4.
Sei grundsätzlich bereit zu Kompromissen.
5.
Erstelle den Vertrag bzw. lasse ihn erstellen und prüfe ihn, ob alle Anliegen
(sowohl von Dir, als auch Deinem Kunden / Geschäftspartner) enthalten sind.
7.
Hole im Zweifel juristischen Rat ein bzw. konsultiere sogleich einen Juristen, der sich um die Vertragsgestaltung kümmert.
8.
Kläre Fragen und Unklarheiten ab, bevor es zum Vertragsschluss kommt.
9.
Sollte nach Vertragsschluss doch noch ein Punkt übersehen worden sein, prüfe ihn oder lasse ihn prüfen und ändere im Einverständnis von beiden Parteien ggf. den Vertrag, bzw. lasse ihn ggf. ändern.
10.
Bedenke immer, wir sind alle nur Menschen, keine Maschinen.
11.
Behandele andere so, wie Du auch behandelt werden möchtest. Habe Respekt vor
Deinem Verhandlungspartner.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch einen recht erfolgreichen Freitag und ein erholsames Wochenende.

Bleiben Sie mir inspiriert

Herzlichst
Karin Schleines