Mittwoch, 11. Februar 2026

Warum Rücksicht gut aakommt - übber de Babbeler am Nachbardisch im Café

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt Momente, da will mer einfach nur emol in Ruh im Café sitze, en schöne Cappuccino schlürfe, sich mit wem treffe oder ganz alaa die Gedanke schweife losse. Und genau dann passiert’s: Der Babbeler setzt sich an den Nachbardisch.

Habbe Se des aach schon emol erlebt?                  

Bild Tasse: Rosemarie Kloos-Rau

Der babbelt und babbelt. Er babbelt ohne Punkt und Komma – und des laut, in einem Café, wo eigentlich jeder froh wär, wenn’s emol e bissche entspannter zuginge.

Was der Babbeler net kappiert

Im Café sitze Leut, die e Pause brauche, sich treffe wolle
odder einfach emool kurz
durschnaufe , grad während einer Shoppingtour.

Un’ genau do fängt’s an: Umgangsforme gehöre net nur ins Büro,
sondern aach in de öffentlische Raum. I,m Café is mer net
allaa – un’ mer is aach net de Mittelpunkt vom Universum, auch
wenn de Babbeler meint, er wär’s.

Typische Babbeler-Momente – wie ich se schon erlebt hab

Telefonate in Stadionlautstärke: 
„HALLOOO? ICH BIN’s, de Sowieso, IM CAFÉ! JA, IM CAFÉ!“  „Jo, des wisse mer. Die ganz Strooß weiß es“.

 Privatsphäre? Kennen mer net: 
„Also die Frau Sowieso., die hot gesaaacht…“

 Der Kommentierer:
„Der Kaffee is heut aber heiß.“ „Hier is aber viel los.“ „Die Tasse wern aach immer klaaner.“   Ja. Und du bist aber laut.

De Disch als Schreibdisch-Ersatz: 
Laptop uff, zwaa Handys parat, drei Zettel verteilt – und e Gesprächsvolumen wie im Callcenter.


Warum des alles net egal is

Es geht net drum, perfekt zu sei. Es geht drum, Rücksicht zu nehme.
E bissche leiser. E bissche wenischer „Isch“ und e bissche mehr „Mir alle“.

Denn des Café is kaa Wohnzimmer und kaa Bühn un’ aach kaa Podcaaststudio.


Wie’s besser geht – ganz entspannt

- Telefonate kurz halte, am beste des Handy stumm schalte.
- Gespräche in normaler Lautstärke führe.
- Net jeden Gedanke laut kommentiere.
- Wenn’s voll is, vielleicht aach emol en Platz aabiete am eischene Disch und e bissche rücke
- Un’ e Läschele schadet nie


Mei Fazit

Mit e bissche Rücksicht, Respekt vorm Annere un’ e Prise Humor bleibt des Café en Ort, wo mer gern sitzt – un’ net fliehe muss vorm Babbeler am  Nebedisch.

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Woche. Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzlichst Ihre

Karin Schleines


Foto: Cornelia Renson 

Dienstag, 20. Januar 2026

Wirtschaft für Aufgeschlossene - charmant, verständlich und mit einem Lächeln - Was ist Betriebswirtschaft - oder uff hessisch "Betriebswertschaft"?

Liebe Leserin, lieber Leser,

 
ich freue mich, dass Sie hier sind und vielleicht Freude haben, mit mir betriebswirtschaftliche Themen einmal anders zu entdecken: verständlich, alltagsnah und ohne Fachchinesisch. Wirtschaftliche Begriffen betreffen uns alle – im Beruf, im Alltag, in Entscheidungen, die wir täglich treffen. 

Ich nehme Sie mit in die Welt der Wirtschaft- auf charmante, verständliche Art, mit einem Lächeln, weil Wirtschaft nicht kompliziert sein muss.

Vielleicht fragen sich, warum ich wirtschaftliche Themen hin und wieder  in diesen Umgangsformen-Blog integriere. Für mich gehören Wirtschaft, also Zahlen - Daten - Fakten,  und Soft-Skills untrennbar zusammen.
Fachwissen ist von immenser Bedeutung, doch erst durch Haltung, Kommunikation und respektvolles Miteinander kann professionelles Auftreten entstehen.
Wer wirtschaftliche Zusammenhänge verseht und gleichzeitig souverän auftritt, gewinnt Sicherheit und überzeugt in Wirkung und Präsenz.

In diesem Segment werde ich auch einige Beiträge "uff hessisch" verfassen. Das lockert aus meiner Sicht auf. Weil es in Hessen viele Dialekte und feine regionale Unterschiede gibt, möchte ich vorwegnehmen: Ich  beziehe mich hier auf die Mundart, die in meiner regionalen Umgebung gesprochen wird.
Ich wünsche Ihnen nun viel Freude beim Schmökern.

Fangen wir heute ganz einfach einmal mit dem Begriff "Betriebswirtschaft" an, oder wie hier in Mundart gesagt wird "Betriebswertschaft".

Was ist "Betriebswertschaft? 

Betriebswertschaft is eischentlisch nix Wildes. Des is die Kunst, en Laade so zu führe und zu organisiere, dass er läuft.
So en Geschäftsführer odder Inhaber fraacht sich, was brauche eischentlich die Leud? In was muss mer investiere un von was losse mer mal die Händ weg? Welche Entscheidunge müsse getroffe wern, dass mer aach noch in de näschste Jahrn uffm Markst is und wie kriegt mer des hie, dass die Mitarbeiter gern uff die Arbeit komme.
Mei Fazit: Betriebswertschaft ist im Grunde  klaar denke,  orddentlisch plaane un
verantwortlisch hannele

Ich wünsch Ihne noch en scheen Daach,
Bleibe Sie mer inspiriert

Karin Schleines
 

Foto: Cornelia Renson Wiesbaden